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Fraport macht sich keine Sorgen um die Finanzen

Trotz Luftfahrtkrise im Zuge von Corona zeigt sich Flughafenbetreiber Fraport gelassen. Man könne eine lange Durststrecke durchstehen, sagt Finanzvorstand Matthias Zieschang. Anders als Lufthansa habe man problemlos Zugang zum Kapitalmarkt.

Matthias Zieschang, Vorstand Controlling und Finanzen Fraport © Fraport

Fraport gibt sich trotz der coronabedingten Turbulenzen in der Branche mit Blick auf die eigenen Finanzen gelassen. Der Flughafenbetreiber habe sich seit März rund 1,3 Milliarden Euro an neuer Liquidität besorgt und komme nun auf liquide Mittel von 2,3 Milliarden Euro, sagte Finanzvorstand Matthias Zieschang der "Börsen-Zeitung": "Mit der Kasse, die wir jetzt haben, können wir auch eine lange Durststrecke durchstehen."

Mit dem Zugang zum Kapitalmarkt habe das Unternehmen anders als etwa sein wichtigster Kunde Lufthansa aktuell keine Probleme. "Derzeit gilt, dass nur derjenige zusätzliche Liquidität beziehungsweise Kapital erhält, der schon viel hat", sagte der seit 2007 amtierende Finanzchef. Fraport habe bezogen auf Bilanzsumme und Konzernerlöse schon immer sehr hohe Liquidität vorgehalten.

© dpa, Boris Roessler Lesen Sie auch: Fraport fordert Zuschüsse für Frankfurt-Offenhaltung

Für die aufgenommenen 1,3 Milliarden Euro wurden durchschnittlich Zinsen von 0,8 Prozent vereinbart. Wichtig ist Zieschang ein aktives Assetmanagement. "Wir lassen das Geld eben nicht einfach auf Tagesgeldkonten liegen, sondern kaufen dafür beispielsweise wieder kurzfristige Schuldscheine, Commercial Papers et cetera." Investiert werde in unterschiedlichste Sektoren und Branchen.

Auch bei der Ausgabensteuerung werde noch mehr als sonst aufs Detail geschaut. "Jede Ausgabe, selbst eine von 7,95 Euro, muss vorab von einem Controller freigegeben werden." Das Controlling habe den Auftrag, alles zu streichen, was zur Aufrechterhaltung des operativen Betriebes nicht unbedingt notwendig sei. Der Materialaufwand im Konzern sei so um rund 45 Prozent zurückgefahren worden.

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Das Fraport-Management rechnet damit, dass es länger dauern wird, bis die Branche auf den Wachstumspfad zurückkehren kann. "Wir gehen zurzeit davon aus, dass wir auch in den Jahren 2022/2023 noch 15 bis 20 Prozent unter den Höchstwerten von 2019 liegen werden", so Zieschang.

Von: dh

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