Französische Luftfahrtbehörde rät Fluglinien zu Auftanken im Ausland

Proteste gegen eine umstrittene Arbeitsmarktreform in Frankreich wirken sich immer stärker auch auf den Luftverkehr aus. Die französische Zivilluftfahrtbehörde rät Airlines nun das Auftanken im Ausland.

Ein Flugzeug wird betankt. OMV Aktiengesellschaft

Wegen der Treibstoffknappheit infolge der Proteste in Frankreich empfiehlt die Zivilluftfahrtbehörde (DGAC) des Landes den Fluggesellschaften das Auftanken im Ausland. Air France wende diese Empfehlung seit Freitag an, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Ziel der Empfehlung sei es, dass französische Flugzeuge zwei aufeinanderfolgende Flüge vornehmen könnten, ohne zwischendurch in Paris auftanken zu müssen.

So könne ein Flugzeug aus dem europäischen Ausland kommend in der französischen Hauptstadt landen und direkt zum nächsten Ziel starten, sagte der Sprecher. Bislang gebe es aber noch keine Kerosin-Knappheit, es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es gebe noch genügend Reserven für die kommenden Tage. Die DGAC-Empfehlung war an Fluggesellschaften gegangen, die innerhalb Frankreichs operieren.

© dpa, Bodo Marks Lesen Sie auch: Fluglotsen-Streik in Frankreich wirkt sich auf Deutschland aus

Das Kerosin für Flugzeuge in Paris wird direkt auf dem Gelände der Flughäfen Roissy-Charles de Gaulle und Orly gelagert. Es kommt dort über Pipelines aus Raffinerien in der Region von Le Havre an. In der nördlichen Hafenstadt blockieren Arbeiter jedoch seit Tagen die Raffinerien, weshalb derzeit kein Treibstoff dorthin gelangt. Die französischen Behörden haben die Blockaden an Treibstofflagern geräumt, Streiks in den Ölraffinerien behinderten aber weiterhin die Versorgung. Die Proteste richten sich gegen eine umstrittene Arbeitsmarktreform.

Von: gk, AFP

Lesen Sie jetzt
Themen
Fluggesellschaften Frankreich Politik Kerosin