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Ryanair am Flughafen Bremen © Bremen Airport

Nach dem britischen Billigflieger Easyjet ist nun auch die irische Luftfahrtgesellschaft Ryanair wegen illegaler Beschäftigungsverhältnisse ins Visier der französischen Ermittler geraten.

Ryanair soll etwa 120 Mitarbeiter unter irischen Verträgen beschäftigt haben, obwohl sie hauptsächlich in Frankreich arbeiten, wie die französische Tageszeitung "Le Figaro" am Montag unter Berufung auf Justizkreise berichtete. Der Billigflieger könne "beträchtlich" sparen, indem er in Frankreich keine Sozialabgaben und Krankenversicherungsbeiträge zahle, und verzerre so den Wettbewerb. Die Staatsanwaltschaft Aix-en-Provence leitete dem Bericht zufolge Vorermittlungen gegen Ryanair ein; die Rede war von einem möglichen Schaden von bis zu 4,5 Millionen Euro.

Anfang April hatte ein Gericht im Großraum Paris das britische Unternehmen Easyjet zu einer Nachzahlung von 1,4 Millionen Euro an das französische Arbeitsamt verurteilt. Zudem wurde die Airline mit einer Geldbuße von 150.000 Euro belegt, weil sie am Pariser Flughafen Orly rund 170 Mitarbeiter unzulässigerweise mit britischen Arbeitsverträgen beschäftigt hatte.