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Frankfurter Flughafenchef will verlängerte Kurzarbeit bis Sommer 2022

Der Frankfurter Flughafen will die Kurzarbeiterregelung bis Sommer 2022 verlängern. Betroffen wäre rund die Hälfte der 22.000 Beschäftigten. Lufthansa-Chef Spohr will indes über Abfertigungsgebühren verhandeln.

Mobiler Getränkeservice am Flughafen Frankfurt. © Fraport

Wegen der anhaltenden Corona-Flaute will der Frankfurter Flughafen die Möglichkeit der Kurzarbeit bis in den übernächsten Sommer nutzen. "Gemessen an den Passagierzahlen haben wir vereinfacht gesagt für die Hälfte der Belegschaft noch mindestens anderthalb Jahre keine Beschäftigung", sagte Flughafenchef Stefan Schulte der "Wirtschaftswoche". Darum fordere die Branche eine Verlängerung der Kurzarbeit von derzeit bis zum kommenden März zumindest bis in den Sommer 2022.

Der Flughafenbetreiber Fraport hatte zwischenzeitlich rund 18.000 der 22.000 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, teilweise auch nur anteilig. Vor allem für die Abfertigung von Passagiermaschinen wird am größten deutschen Flughafen derzeit deutlich weniger Personal benötigt als vor der Pandemie. In einzelnen Bereichen wie der Fracht gibt es aber auch mehr Arbeit als zuvor.

Der Forderung nach einer Verlängerung des Kurzarbeitergeldes schließt sich auch die ADV an. "Ohne eine Verlängerung der Kurzarbeitszeitregelungen bis zum Jahr 2022 fürchten die Flughäfen, dass mehrere 10.000 Beschäftigte auf der Kippe stehen. Die Kurzarbeit kostet den Staat viel, aber Arbeitslosigkeit ist um ein Vielfaches teurer", so ADV-Geschäftsführer Ralph Beisel zu airliners.de. .

Spohr will über Flughafenentgelte verhandeln

Mit dem teilverstaatlichten Hauptkunden Lufthansa zeichnen sich schwierige Verhandlungen über die Abfertigungsgebühren ab. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte angekündigt, starken Druck auf die Flughäfen ausüben zu wollen, um die Gebühren zu senken.

Schulte hielt dem entgegen, dass man bei weniger Verkehr und daraus resultierenden Verlusten die Gebühren eigentlich nach oben anpassen müsste. Derzeit gebe es dazu aber noch keine Pläne. Man werde mit allen Kunden einschließlich der Lufthansa reden. Laut Fraport ist der Gebührenrahmen für das kommende Jahr bereits beim Land beantragt.

Von: dpa-AFX, br

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