Frankfurt: Streit um Terminal 3 geht in die nächste Runde

Der BUND lehnt nicht nur den Bau des Frankfurter Terminal 3 ab, sondern auch eine jetzt geplante Erweiterung des Projekts. Doch die ist aus Fraport-Sicht unter anderem wegen neuer Luftsicherheitsanforderungen nötig.

Außenansicht des geplanten Terminal 3 © Fraport
Das im Süden auf dem Grund der ehemaligen Airbase geplante Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. © Fraport

Dass der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) den Bau des Frankfurter Terminals 3 ablehnt, ist nicht neu. Grund für eine erneuerte Kritik der Umweltschützer ist nun eine Planänderung am Vorhaben, das ab 2015 umgesetzt werden soll. So wird moniert, dass das geplante Terminal - aus Sicht das BUND aufgrund der Passagierentwicklung in Frankfurt ohnehin unnötig - nun um rund 35.000 Quadratmeter größer als bislang geplant ausfallen soll.

Ein Fraport-Sprecher bestätigte auf airliners.de-Nachfrage eine anstehende Planänderung. Diese sei aber ausschließlich aus bautechnischen Gründen zu Stande gekommen. So seien seit der Planfeststellung im Jahr 2007 weitere Punkte hinzugekommen. So müssten beispielsweise an den Piers und Fluggastbrücken zusätzliche Bauten errichtet werden. Ziel sei unter anderem eine verbesserte Energieeeffizienz. Gestiegene Anforderungen an die Luftsicherheit mussten ebenfalls berücksichtigt werden.

Die prognostizierte Passagierkapazität habe keinen Einfluss auf die Planänderung gehabt. Die Frankfurter Flughafenbetreibergesellschaft Fraport geht weiter davon aus, mit der ersten Phase des neuen Terminal 3 im Süden des Flughafengeländes die zusätzliche Kapazität von 14 Millionen Passagieren pro Jahr abfertigen zu können. Später ist eine Erweiterung auf 25 Millionen Fluggäste möglich.

Zuwachsraten besonders im Interkontinentalverkehr

Besonders im Interkontinentalverkehr rechnet sich die Fraport Zuwachsraten aus. Bis zum Jahr 2020/21 könnten die jetzigen Terminals an ihre Grenzen stroßen - und das Terminal 3 dann wichtig werden. „Das Terminal wird dann fertig sein, wenn wir es auch wirklich brauchen", hatte es Fraport-Chef Stefan Schulte in einem Zeitungsinterview auf den Punkt gebracht.

Mittelfristig rechnet der Frankfurter Flughafen mit steigenden Passagierzahlen. In diesem Jahr rechnet die Fraport mit in etwa dem gleichen Fluggastaufkommen wie im Vorjahr. 2012 war Zahl der Passagiere in Frankfurt um 1,1 Millionen auf 57,5 Millionen (plus 1,9 Prozent) gestiegen.

Von: airliners.de

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