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Ein Flugzeug durchfliegt einen Regenbogen © dpa / Frank Rumpenhorst

Flugzeuge dürfen weiter über Eschborn, Kelkheim und andere Kommunen fliegen, um auf dem Frankfurter Flughafen zu landen. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel wies am Mittwoch die Klagen dagegen ab und bestätigte den nördlichen Gegenanflug: Bei diesem Flugverfahren fliegen landende Flugzeuge über die Kommunen hinweg.

Die sechs klagenden Gemeinden hatten argumentiert, sie hätten angehört werden müssen, als die Route 2011 wegen der neuen Nordwest-Landebahn um knapp drei Kilometer nach Norden verlegt wurde. Zudem habe sich die vorherige, weiter südlich verlaufende Route entlang der Autobahn 66 besser geeignet. Der Anwalt der Klägergemeinden forderte, wieder die alte Route zu benutzen oder einen Bogen um die Gemeinden zu fliegen.

Diesen Argumenten folgte das Gericht nicht. Das Flugverfahren diene der sicheren Abwicklung des Flugverkehrs, betonte es in seiner Urteilsbegründung. Solange der Lärm nicht unzumutbar werde - und dies sei für die klagenden Gemeinden nicht zu erwarten -, reiche ein sachlicher Grund für die Verlegung aus. Dieser sei mit der neuen Landebahn gegeben. Die Revision wurde nicht zugelassen.

So hatte in der Verhandlung auch die Deutsche Flugsicherung (DFS) argumentiert, die die Routen plant und sich dabei von der Fluglärmkommission beraten lässt. In der Fluglärmkommission sind zwar auch betroffene Gemeinden vertreten, nicht aber die Kläger. Flugverfahren sind nicht Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens, sondern werden in Rechtsverordnungen vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung festgelegt. Die Routen müssten flexibel bleiben, da sich oft etwas ändere, betonten die Vertreter des beklagten Bundesamts.

Sicherheit gehe vor, betonte auch Johann-Dietrich Wörner, Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, ehemaliger Vorsitzender des Regionalen Dialogforums für den Frankfurter Flughafenausbau. «Oberstes Gebot bei der Festlegung der Routen ist die Sicherheit».