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Ein Passagier trägt einen Mundschutz im Terminal 5 des Flughafens Heathrow. © dpa / Steve Parsons

Nachdem bereits am Mittwoch ein eindringlicher Brief der Branche an Kanzlerin Merkel die Runde machte, wurde nun ein Schreiben des Deutschen Reiseverbands (DRV) und dem Luftfahrt-Verband BDL an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen veröffentlicht. Mit Verweis auf die finanzielle Situation der Unternehmen wird darin eine vorübergehende, vollständige Aussetzung sämtlicher Erstattungen von stornierten Pauschalreisen und Flügen in der EU gefordert.

"Wenn Unternehmen in dieser prekären Situation gezwungen sind, ihren Kunden die für Reisen, die nicht mehr angetreten werden konnten, gezahlten Reisepreise innerhalb von 14 Tagen zurückzuzahlen, werden viele in die Knie gehen", sagte Norbert Fiebig, Präsident des DRV. Rückzahlungspflichten aus der europäischen Pauschalreiserichtlinie sowie der Fluggastrechte-Verordnung sollten deshalb zeitweise ausgesetzt werden.

Gutscheinlösung soll für ganze EU gelten

Außerdem fordern die Verbände in dem Schreiben, die momentan in Deutschland diskutierte Gutscheinlösung auf europäischer Ebene einzuführen. Nach Vorschlägen aus der Bundesregierung sollen Verbraucher künftig Gutscheine erhalten anstelle von Erstattungen. So soll die Zahlungsfähigkeit von Reiseveranstaltern, Reisevertrieb und Fluggesellschaften gesichert werden.

© Tobias Koch, Lesen Sie auch: Regierung plant Gutscheine statt Bargeld für Ticket-Erstattungen

Sowohl die Reiseveranstalter wie die Fluggesellschaften sehen sich mit einer explodierenden Zahl von Erstattungsforderungen für annulierte und stornierte Flüge konfrontiert. Die Lufthansa-Airlines haben sich bereits Zeit erbeten diese zu bearbeiten, versichern aber, dass kein Ticket an Wert verliert.

Bereits in dem Brief an die Bundeskanzlerin erklärte der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), dass sich die Branche "in der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg" befindet und forderte Nachbesserungen am Hilfspaket der Regierung für Unternehmen in Schwierigkeiten.

Der DRV hat unterdessen eine Umfrage unter 700 Unternehmen der Tourismuswirtschaft gestartet und schlägt Alarm: Demnach kämmen die Hilfen der Bundesregierung bislang kaum an. "90 Prozent der Unternehmen haben noch kein Geld gesehen“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Die Ergebnisse seien besorgniserregend.

Unter dem Titel "Weg aus der Krise" hatte der Verband seine Mitglieder in dieser Woche befragt, ob sie bereits von umgesetzten Krisen-Maßnahmen der Bundesregierung profitierten. Als dringlichstes Problem sehen die Mitgliedsunternehmen auch hier eine Lösung bei der Rückerstattung von stornierten Leistungen.

Unsicherheit um Tui und Condor

Die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften bauen auf Staatshilfe. Sowohl FTI als auch Tui befinden sich nach eigenen Angaben in entsprechenden Gesprächen. Tui-Konzernchef Fritz Joussen verwies bei der Ankündigung, dass man im April gar keine Reisen durchführe, zwar auf ein Liquiditätspolster von 1,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat für die Angestellten in Deutschland trotzdem Kurzarbeitsregelungen bis Ende September vereinbart.

Zuletzt gab es gar Gerüchte, Tui drohe der Verlust der Erlaubnis, Pauschalreisen zu verkaufen, da ein Versicherungskonsortium nicht mehr bereit wäre, diese nach den gesetzlichen Vorgaben abzusichern. Tui dementierte entsprechende Meldungen jedoch entschieden.

Wie es bei Condor weitergeht, scheint derweil völlig offen. Vertreter des Wirtschaftsminsteriums werden mit der Einschätzung zitiert, dass die polnische PGL nach Wegen sucht, Condor doch nicht wie vertraglich vereinbart, zu übernehmen. Die Lot-Mutter habe angefangen, unerfüllbare Bedingungen wie eine staatliche Komplettgarantie für die Übernahme zu fordern. Condor wollte sich dazu bisher nicht äußern.

© Chris Christes, Lesen Sie auch: Condor-Übernahme durch Lot-Mutter wackelt

Formal befindet sich die Ferienfluggesellschaft noch im Schutzschirmverfahren, dass eine Trennung von der insolventen ehemaligen Mutter Thomas Cook ermöglichte. Dazu gehörte ein Kredit über 380 Millionen Euro der Bundesrepublik, der Condor über den winter half und eigentlich in diesen Wochen zurückgezahlt werden sollte. Eine Stundung sei jedoch bereits beantragt worden, hieß es in Berichten.

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