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Bund gibt 15 Millionen Euro für "Landshut"-Museum frei

Die vor rund 40 Jahren von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" soll nun doch in Friedrichshafen gezeigt werden. Der Bundestag hat Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro freigegeben. Zuletzt gab es Streit um die Ausstellungsfinanzierung für das Flugzeug.

Die frühere Lufthansa-Maschine "Landshut" auf dem Flughafen in Fortaleza (Brasilien). © Paulo Wagner/TMA Fortaleza/dpa

Die 1977 von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" soll in Friedrichshafen am Bodensee bleiben und ein eigenes Museum bekommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags stellt dafür 15 Millionen Euro zur Verfügung, wie der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses, Martin Gerster (SPD), am Freitag in Berlin mitteilte.

Zuvor standen auch Ausstellungsorte in Berlin, Hamburg und München zur Diskussion, nachdem die Dornier-Stiftung die Betriebskosten für eine spezielle Ausstellung am Standort des Dornier-Museums in Friedrichshafen nicht übernehmen wollte.

Palästinensische Terroristen hatten die "Landshut" mit 82 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord am 13. Oktober 1977 in ihre Gewalt gebracht und Flugkapitän Jürgen Schumann erschossen. Auf dem Flughafen der somalischen Stadt Mogadischu stürmte die deutsche Spezialeinheit GSG9 die Maschine und befreite die Geiseln unversehrt.

Die seit 1970 eingesetzte "Landshut" blieb bis 1985 im Flugbetrieb der Lufthansa. Nach dem Einsatz bei verschiedenen Gesellschaften wurde die Maschine, zuletzt als Transportflugzeug genutzt, 2008 ausgemustert. 2017 ließ der damalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) die Boeing 737 aus Brasilien nach Friedrichshafen am Bodensee bringen. Seither war unklar, was mit ihr passieren soll.

Von: br

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