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«Wir wollen unsere Flugzeuge noch effizienter, sauberer und leiser machen. Die Öko-Effizienz unserer Produkte wird ein bestimmender Maßstab sein, an dem wir den Erfolg unserer Forschung messen», erklärte dazu Airbus-Chef Thomas Enders. Tatsächlich ist es Airbus binnen weniger Jahre gelungen, beispielsweise den Treibstoffverbrauch pro 100 Passagierkilometer vom vierstrahligen Airbus A340 von 3,4 Liter auf 2,9 Liter beim Airbus-Riesen A380 zu senken.

Ein wichtiger Schritt auf dem Wege zur Einführung umweltfreundlicher Technologien ist der Flugversuchsträger Airbus A320 ATRA, der von Airbus und dem Institut für technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem neuen Brennstoffzellensystem von Michelin ausgestattet worden ist. Dieses Forschungsflugzeug gehört zu den für die vor allem von einschlägigen Wissenschaftlern bestaunten technischen Attraktionen auf der ILA.

«Diese Technologie ermöglicht eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz beim Einsatz des Flugzeugs, die Minimierung der Umweltbelastungen sowie die Steigerung des Komforts und der Sicherheit», sagt der Leiter Forschungsflugbetrieb am DLR, Volker Harbers.

In den vergangenen 40 Jahren sei der Treibstoffverbrauch in der Luftfahrt schon um 70 Prozent reduziert worden. «Aber es muss noch viel mehr erreicht werden», stellte Sebastian Remy fest, bei Airbus verantwortlich für alternative Energien. «Wir glauben, dass es langfristig möglich sein wird, den Treibstoffverbrauch über den Einsatz von Biomasse weiter senken zu können.» Bei der kommerziellen Luftfahrt spricht Remy von einem Reduzierungsfaktor von bis zu 30 Prozent.

Und so ist die Umweltverträglichkeit des Luftverkehrs eines der Schwerpunktthemen der ILA in diesem Jahr. Auf einer internationalen Konferenz wurden Möglichkeiten zur Reduzierung der Umweltbelastung durch den Luftverkehr erörtert. Und erstmals führt ein Leitfaden die Besucher über das gesamte Messegelände zu verschiedenen Innovationsprojekten zum Thema «Emmissionsfreies Fliegen». Rund um Klimaschutz und Lärmreduzierung präsentieren 24 Aussteller neue Ansätze und Lösungen. «Eine umweltverträgliche Technologie gehört mittlerweile zu einem der wichtigsten Anliegen der Forschung und Entwicklung in der Luft- und Raumfahrtbranche», sagt Messe-Sprecher Wolfgang Rogall.

Auch wenn der Anteil des Flugverkehrs am gesamten Schadstoffeintrag in die Atmosphäre mit 2,2 Prozent Kohlendioxid-Ausstoß relativ gering sei, müsse das Luftfahrtaufkommen genau beobachtet und analysiert werden, sagt Harbers. Denn das wirtschaftlich höchst attraktive Wachstum des Luftverkehrs werde sich jährlich um rund fünf Prozent fortsetzen. Das bedeute eine Verdreifachung der Transportleistung im Luftverkehr innerhalb der nächsten zwei Dekaden, erläutert der Wissenschaftler. Daher seien sich alle am Lufttransportsystem Beteiligten einig, dass das Wachstum noch weit stärker von den Emissionen entkoppelt werden müsse.

Forschung und Industrie müssten sich noch weit mehr anstrengen als bisher, wenn die hochgesteckten Ziele der Vision 2020 erfüllt werden sollen, fügt Harbers hinzu. Demnach wird eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes um 50 Prozent und der Stickoxide um 80 Prozent im Vergleich zur Technologie des Jahres 2000 angestrebt. «Wir wollen unsere Flugzeuge noch effizienter, sauberer und leiser machen», beschreibt der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Airbus-Chef Thomas Enders, das Anliegen.

Möglichkeiten zur Reduzierung der Umweltbelastung durch den Luftverkehr sieht DLR-Ingenieur Rainer Schnell vor allem in der Triebwerkstechnik, aber auch in der Gewichtsreduzierung von Flugzeugen und alternativen Treibstoffen. Schell verweist in diesem Zusammenhang auf das seit drei Jahren laufende EU-Forschungsprojekt Vital, dessen Ziel die deutliche Verminderung des Triebwerklärms und der CO2-Emissionen sei. In einem Jahr würden die Ergebnisse bekanntgegeben. An dem Projekt beteiligt sind unter anderem Airbus sowie die Triebwerkhersteller MTU und Rolls Royce.

Rolls Royce Deutschland stellt auf der ILA ein neues Triebwerk für Geschäftsreiseflugzeuge vor. Dieses sei hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit einzigartig, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Michael Haidinger. Doch noch sind die Ingenieure nicht am Ziel. Für die Erfüllung der 2020-Vision seien in der Triebwerkstechnik möglicherweise neue, revolutionäre Technologieansätze notwendig, räumt Haidinger ein.

Auch ist noch nicht entschieden, welche Optionen im Triebwerksbau die größten ökologisch-ökonomischen Fortschritte versprechen. MTU und Rolls Royce beispielsweise vertreten konkurrierende Ansätze.

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