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Eine Lufthansa-Maschine über den Dächern von Flörsheim am Main (Hessen). © dpa / Boris Roessler

Der stark gesunkene Flugverkehr ermöglicht im Rhein-Main-Gebiet den Test einer Anflugroute, von der sich mehrere Kommunen weniger Lärm erhoffen. Voraussichtlich ab März werde der sogenannte "Segmented Approach" ganztägig erprobt, teilte die Stadt Offenbach mit.

Es geht um das südliche Umfliegen unter anderem von Offenbach. Die Flugzeuge fliegen dabei im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen nicht über Hanau, Mühlheim und Offenbach weiter Richtung Neu-Isenburg zum Flughafen, sondern zunächst über eine Waldfläche und die Autobahn 3.

Erprobt werde dies für einen Teil der Flugzeuge, die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechne mit 25 bis 50 Maschinen täglich, was derzeit 12 bis 25 Prozent des Landeverkehrs entspreche. Unmittelbar große Effekte seien deshalb nicht zu erwarten, erklärte die Stadt Offenbach.

Vor der Pandemie habe die DFS erklärt, es gebe keine Möglichkeit, das Verfahren bei dem damals noch hohen Luftverkehrsaufkommen in den Flugbetrieb zu integrieren. Die Stadt hofft, dass nach der Erprobung die Route zumindest zeitweise auch dann geflogen werden kann, wenn der Flugverkehr wieder zugenommen hat.