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Flugzeuge der Lufthansa stehen während Corona eingemottet am spanischen Flughafen von Teruel. © AirTeamsImages.com / Carlos Enamorado

Der Flugverkehr kommt weiter nicht in Fahrt. Airlines dürften weiter Geld verlieren. Der Branchenverband Iata hat seine Prognose deshalb nach unten korrigiert, wie Chefökonom Brian Pearce am Mittwoch mitteilte. Die Menschen hätten aber großen Nachholbedarf. Sobald sich die Infektionslage entspanne und Einreisebeschränkungen aufgehoben werden, geht der Verband davon aus, dass wieder deutlich mehr geflogen wird.

Im Dezember war der Verband noch davon ausgegangen, dass die Flugreisen pro Quartal im zweiten Halbjahr etwa 51 Prozent des Niveaus von 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise, erreichen. Mit dem Auftauchen der neuen Virusvarianten und neuen Einreisebeschränkungen geht die IATA jetzt nur noch davon aus, 38 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht werden. Sollten die Einreisebeschränkungen langsamer aufgehoben werden als heute erwartet, könnten es auch nur 33 Prozent sein.

Zwar sei dank der Fortschritte beim Impfen im zweiten Halbjahr ein deutlicher Anstieg der Flugreisen zu erwarten, doch beginne der Anstieg auf einem tieferen Niveau. Die Hoffnung, dass die Airlines im letzten Quartal dieses Jahres womöglich wieder Geld verdienen, habe sich damit auch zerschlagen, sagte Pearce. Vielmehr dürfte der Liquiditätsverbrauch in diesem Jahr statt 48 Milliarden Dollar wie im Dezember erwartet eher 75 Milliarden Dollar (rund 62 Milliarden Euro) betragen.