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Flugtaxi-Startup Lilium kooperiert mit NRW-Airports

Das Münchner Flugtaxi-Startup Lilium plant eine Kooperation mit den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen bietet gute Voraussetzungen für das Unternehmen. Auch ein Genehmigungsverfahren läuft derzeit.

Der Lilium Jet wird von vielen kleinen Motoren angetrieben. © Lilium

In Nordrhein-Westfalen könnten die Städte künftig per Flugtaxi miteinander verbunden werden. Die Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf sowie das Luftfahrt-Startup Lilium prüfen das Vorhaben auf Basis von Absichtserklärungen, wie das Verkehrsministerium in Düsseldorf mitteilte.

"Was heute noch wie Science-Fiction klingt, kann schon bald Realität sein", erklärte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Demnach sollen beispielsweise Aachen, Bielefeld, Münster und Siegen im Elektrojet mit einem Piloten und vier Passagieren elektrisch und emissionsfrei erreichbar sein.

Nach Angaben von Lilium läuft aktuell ein Genehmigungsverfahren bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit. "Wir sind zuversichtlich, dass wir in mehreren Regionen bis 2025 als neuer Verkehrsträger etabliert sein werden", erklärte Lilium-Mitgründer Daniel Wiegand. Nordrhein-Westfalen sei "bestens aufgestellt, eine dieser Regionen zu werden".

Der Münchner Flugtaxi-Entwickler Lilium hatte mitten in der Coronavirus-Krise eine 240 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Führender Investor war dabei der chinesische Internet-Konzern Tencent.

Serienproduktion ab 2025

Lilium entwickelt ein Elektro-Flugtaxi mit fünf Sitzen. Während die meisten Konkurrenzmodelle wie übergroße Drohnen konzipiert sind, soll der Lilium Jet senkrecht starten und landen, aber die Strecke mit Hilfe von Tragflächen wie ein konventionelles Flugzeug zurücklegen. Das soll eine höhere Geschwindigkeit und mehr Effizienz ermöglichen.

© Lilium Aviation, Lesen Sie auch: Verschiedene Konzepte für die Flugtaxi-Zukunft

Das frische Geld will Lilium unter anderem einsetzen, um die Entwicklung der Maschine abzuschließen und wie geplant zum Jahr 2025 die Serienproduktion und den Betrieb regionaler Flugdienste zu starten. Trotz des Verlusts eines Prototypen bei einem Brand während Wartungsarbeiten im Hangar liege man im Plan, betonte Wiegand.

Von: afp, dpa-AFX, br

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