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Flugpersonal wehrt sich mit Protestaktionen gegen Stellenabbau

In Berlin demonstrieren Beschäftigte mehrerer Fluggesellschaften gegen den Abbau von Stellen. Kritisiert wird die Milliardenunterstützung bei gleichzeitigem Arbeitsplatzabbau.

Piloten demonstrieren vor dem Reichstag. © Vereinigung Cockpit / Hendrik Rybicki

Hunderte Piloten und Flugbegleiter haben in Berlin mit Protestaktionen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze protestiert. "Angst, Unruhe und Empörung machen sich breit, weil Unternehmen, denen staatliche Hilfen in Milliardenhöhe gewährt werden, im selben Atemzug Beschäftigungsabbau und Gehaltskürzungen ankündigen", teilte die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft, Christine Behle, am Donnerstag mit.

Zuvor hatten Dutzende Personalvertreter zahlreicher Fluggesellschaften ihre Forderungen vor dem Reichstagsgebäude an Bundestagsabgeordnete übergeben.

"Ihr fliegt in den Urlaub - Wir fliegen raus"

Am Nachmittag zogen dann nach einem Aufruf der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sowie der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) Hunderte Beschäftigte vor das Bundeskanzleramt. Unter dem Motto kritisierten sie die umfangreichen Finanzhilfen der Bundesregierung unter anderem für die Lufthansa. "Lufthansa und TUI haben Milliarden an Staatshilfen erhalten. Trotzdem müssen die Beschäftigten von LGW, Sunexpress, Germanwings und TUIfly um ihre Zukunft bangen", hieß es in einer Mitteilung zum Demo-Aufruf.

Auch Beschäftigte der Fluggesellschaft Easyjet, dem größten Anbieter an den Berliner Flughäfen, beteiligten sich an den Aktionen. Am Vortag war bekannt geworden, dass das britische Unternehmen seine Präsenz in Berlin, dem größten Standort außerhalb Großbritanniens, deutlich reduzieren will.

© AirTeamImages.com, Matthieu Douhaire Lesen Sie auch: Easyjet halbiert Berliner Basis und streicht innerdeutsche Routen

Das Unternehmen habe Gespräche mit der zuständigen Personalvertretung "zur Verringerung der Zahl der in Berlin stationierten Flugzeuge und Mitarbeiter" aufgenommen, teilte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage mit. Berlin soll aber weiterhin die größte Basis außerhalb des Heimatlandes bleiben. Erst am Mittwoch hatte das Unternehmen nach mehrmonatiger Zwangspause den Flugbetrieb in der Hauptstadt in begrenztem Umfang wieder aufgenommen.

Von Schließungsplänen betroffen sind die Beschäftigten der Lufthansa-Beteiligungen Germanwings und Sunexpress Deutschland sowie der LGW. Tuifly wiederum will kräftig bei Flotte und Personal kürzen. Nach einem Aufsichtsratsbeschluss wird hierbei noch mit längeren Verhandlungen gerechnet.

Von: dpa, br

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