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Eine Swiss-Maschine überfliegt den Flughafen Zürich. © Swiss

Auslöser war eine Anweisung der Flugsicherung Skyguide. Sie habe in der ganzen Ostschweiz die Durchlaufquote der Flugzeuge um zehn Prozent gesenkt, bestätigte Skyguide-Sprecher Raimund Fridrich.

Hintergrund sei ein Gerichtsurteil, das viele Fluglotsen verunsichert habe. Am Mittwoch war in Zürich ein Flugverkehrsleiter zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt worden, weil er 2011 zwei Piloten auf sich kreuzenden Startbahnen kurz nacheinander eine Starterlaubnis gegeben hatte. Der zweite Pilot bemerkte den Fehler und brach seinen Start ab. Ein Unfall wurde vermieden. Der Flugverkehrsleiter hatte den Vorfall selbst gemeldet.

Skyguide äußerte Unverständnis über das Urteil. "Die Verurteilung leistet keinen Beitrag zur Verbesserung der Flugsicherheit", so Skyguide. Viele Lotsen seien durch das Urteil verunsichert gewesen und hätten Gesprächsbedarf gehabt, deshalb sei die Einschränkung des Verkehrs nötig gewesen. Mit psychologischer Betreuung hoffe Skyguide, den entstandenen Druck abzubauen und den normalen Betrieb bald wieder herstellen zu können.