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Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) regeln im Tower des Flughafens Düsseldorf den Luftverkehr. © dpa / Oliver Berg

Zu einem europaweiten Aktionstag hat die Air Traffic Controllers European Unions Coordination (ATCEUC), Dachorganisation von 28 europäischen Flugsicherungsgewerkschaften und Verbänden, für den 10. Oktober aufgerufen. Die in der ATCEUC vertretenen Mitglieder wollen dann gegen die gegen die Umsetzung des Single European Sky 2+ und die Vorgaben der zweiten Regulierungsperiode, die von 2015 bis 2019 geplant ist, protestieren.

Hintergrund dieses Aktionstages ist die geplante Verabschiedung der „Performance Targets“ für die zweite Regulierungsperiode noch in diesem Jahr, teilte die in der ATCEUC vertretene Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) weiter mit. Um die darin enthaltenen Vorgaben erfüllen zu können, werden die europäischen Flugsicherungsorganisationen ab 2015 zu weiteren drastischen Einsparmaßnahmen gezwungen sein, so die GdF.

Es wird befürchtet, dass knapp 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Von der Umsetzung der Vorgaben wären alle Flugsicherungsbeschäftigten betroffen. Dies könnte durch Arbeitsplatzverlust oder -verlagerung beziehungsweise durch Verschlechterung der Arbeitsbedingungen oder Versorgungsleistungen der Fall sein.

Mit welchen Mitteln sich die GdF am europaweiten Aktionstag - zu dem ATCEUC zum ersten Mal seit über zehn Jahren ihre rund 14.000 Mitglieder aufgerufen hat - beteiligen wird, soll morgen und übermorgen beraten werden. Als Mittel des Arbeitskampfes werden Streiks oder ein "Dienst nach Vorschrift" nicht ausgeschlossen. Am 12. und 13. September will der GdF-Bundesvorstand über das weitere Vorgehen entscheiden.