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Flughafenverband und Gewerkschaft fordern Staatshilfe

Der Flughafenverband ADV und die Gewerkschaft Verdi wollen in der Corona-Krise staatliche Hilfen für die Flughäfen in Deutschland. Gefährdet seien 180.000 Arbeitsplätze. Es gibt auch schon eine konkrete Forderung.

Die Chefs der ADV-Flughäfen und das ADV-Direktorium © Fraport AG

Millionenschwere Hilfen des Staates haben die Gewerkschaft Verdi und der Branchenverband ADV für die deutschen Flughäfen gefordert. Man sei in großer Sorge um rund 180.000 Arbeitsplätze, von denen rund 40.000 bei den Flughafenbetreibern direkt angesiedelt seien, erklärten die Gewerkschaft und der Verband am Freitag gemeinsam in Berlin.

Die Staatshilfen müssten mit Auflagen zur Sicherung der Einkommen und der Arbeitsplätze verbunden sein, fügte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle hinzu.

Flughäfen leiden unter Millionenverlusten

Die deutschen Flughäfen verlieren nach ADV-Angaben in der Corona-Flaute jeden Monat eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Anders als die Fluggesellschaften können die meist in öffentlicher Hand befindlichen Betreibergesellschaften bislang nicht auf Staatshilfen hoffen.

Der ADV-Präsident und Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte hat daher erneut gefordert, dass mindestens die Kosten zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft von monatlich rund 170 Millionen Euro erstattet werden. Darüber hinaus bräuchten die Flughäfen Zugang zu den Sonderkreditprogrammen der KfW-Bank und der Länder.

© airliners.de, David Haße Lesen Sie auch: Flughäfen fordern staatliche Unterstützung

Laut Verband sind den Flughäfen wegen des nahezu eingestellten Flugverkehrs 95 Prozent der Einnahmen weggebrochen, rund 80 Prozent der Beschäftigten befinden sich in Kurzarbeit. Diese könne aber nur für eine Übergangszeit greifen und den betriebswirtschaftlich eigentlich notwendigen Abbau von Arbeitsplätzen verhindern, hieß es.

Von: dpa-AFX, br

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