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Flughafen Paderborn hat Zusagen für Finanzspritze fast zusammen

Mit dem Kreis Gütersloh hat ein weiterer Gesellschafter des Flughafens Paderborn der zusätzlichen staatlichen Beihilfe in Höhe von 2,5 Millionen Euro pro Jahr für den westfälischen Airport zugestimmt. In einer knappen Abstimmung profitierten die Befürworter von fehlenden Abgeordneten während der entscheidenden Sitzung.

Terminalgebäude am Flughafen Paderborn-Lippstadt © Flughafen Paderborn-Lippstadt

Der Kreistag des - nach Angaben von Landrat Sven Georg Adenauer - "stärksten Kreises in Ostwestfalen" hat in einer knappen Abstimmung für die Finanzspritze gestimmt, die dem Flughafen Paderborn-Lippstadt vorerst bis 2022 die Existenz sichern soll. Mit der geschlossenen Zustimmung der CDU-Fraktion wurde ein zustimmendes 27:24-Ergebnis erreicht.

Alle anderen Fraktionen waren unterschiedlichen regionalen Medienberichten zufolge dagegen, dem Flughafen zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Daher wäre der Antrag nur durchgekommen, weil sowohl die SPD- als auch die AFD-Fraktion nur unvollständig bei der Sitzung anwesend waren.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt braucht bis 2022 jährlich zusätzlich mindestens 2,5 Millionen Euro, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Der Kreis Gütersloh ist mit acht Prozent an dem Flughafen beteiligt. Die weiteren Gesellschafter sind Städte und Kreise der Region, die mittlerweile bis auf Bielefeld und dem Kreis Lippe alle der Aufstockung der Finanzmittel zugestimmt haben.

SPD verlangt Beteiligung der Wirtschaft

Die SPD im Kreis Gütersloh hatte zuvor ihre Zustimmung zu weiteren staatlichen Geldern von einem finanziellen Engagement der lokalen Wirtschaft abhängig gemacht. Diese hatte zuvor vor allem durch die lokalen Industrie- und Handelskammern vielfach für den Erhalt des Flughafens geworben, konnte sich jedoch nicht zu einer verpflichtenden finanziellen Beteiligung durchringen.

Die Grünen sehen aufgrund der fortgesetzten Konsolidierung im Luftverkehrsmarkt und der Klimadebatte keine langfristige Perspektive für den Flughafen Paderborn. Auch wenn Condor weiterfliege, werde die Thomas-Cook-Pleite Auswirkungen auf das Angebot am Flughafen haben. Zudem hätten die vielfach als unverzichtbar bezeichneten Zubringerflüge nach Frankfurt als Inlandsflüge keine Zukunft.

Von: dk

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