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Flughafen München rechnet 2020 mit nur zwölf Millionen Passagieren

Der Flughafen München rechnet mit dem schwächsten Jahr seit seiner Eröffnung 1992. Noch im letzten Jahr gab es einen Rekord. Damals hätte sich niemand vorstellen können, dass der Verkehr derart einbricht, heißt es aus München.

Satelliten-Terminal des Flughafen München © Flughafen München GmbH

Der Münchner Flughafen erwartet das schlechteste Jahr seit Eröffnung vor knapp 30 Jahren. Die Flughafengesellschaft FMG rechnet lediglich mit zwölf Millionen Passagieren, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das wäre nur noch ein Viertel der 2018 gezählten 48 Millionen Fluggäste und rund genauso viele wie im ersten Betriebsjahr 1992.

In den ersten neun Monaten ist das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr bereits um mehr als zwei Drittel gesunken. Waren von Januar bis September 2109 noch 37 Millionen Fluggäste gezählt worden, nutzten seit Jahresanfang bislang nur zehn Millionen Menschen den hinter Frankfurt zweitgrößten deutschen Flughafen. Gleichzeitig gab es während Corona 61 Prozent weniger Starts und Landungen. Das Frachtaufkommen sank um rund die Hälfte.

Im April und Mai war der Betrieb auf dem Flughafen fast vollständig zum Erliegen gekommen, im Sommer gab es dann einen Aufwärtstrend mit wieder 880.000 Passagieren allein im August. Da inzwischen die internationalen Reisebeschränkungen wieder zunehmen, fand der Aufwärtstrend laut FMG im September bereits wieder sein Ende.

Einen derart rasanten Rückgang der Passagierzahlen hätte sich vor einem Jahr niemand vorstellen können. 2019 war für den Flughafen im Erdinger Moos vor den Toren Münchens mit 48 Millionen Passagieren und 417.000 Starts und Landungen das zehnte Rekordjahr in Folge gewesen. Eigentümer des Flughafens sind der Freistaat, die Landeshauptstadt und der Bund.

Von: dk, dpa

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