Flughafen Kassel erntet für Marketingaktion reichlich Spott

Mit der öffentlichen Namenssuche für sein neues Maskottchen hat sich der Flughafen Kassel-Calden reichlich Spott eingefangen. Am Airport selbst sieht man die Sache gelassen - und es gab auch durchaus nette Vorschläge.

Der Flughafen Kassel sucht für sein "Waschbair"-Maskottchen einen neuen Namen - doch bislang gab es auch reichlich Spott für die Aktion. © Flughafen Kassel

Der kriselnde Regionalflughafen Kassel hat sich mit einer Imagekampagne im Internet Hohn und Spott eingefangen. Aufgerufen hatte er zu einer öffentlichen Namenssuche für sein neues Maskottchen, einen Waschbären im Superheldenkostüm - doch auf der Facebook-Seite des Airports gingen viele hämische Vorschläge ein: "Fliegtnixbär", "NixlosBär" oder "Ambodenbleibär" lauteten nur einige der Ideen.

Mit dem Namen "BERchen" zog etwa ein Teilnehmer Parallelen zum Berliner-Pannenflughafen, ein anderer spielte mit "ErBÄRmlich" auf dünne Flugpläne an. "Pleity wäre ein sehr passender Name", schreibt ein anderer. Eine Sprecherin des Airports nahm die Vorschläge gelassen: "Es war zu erwarten, dass sich nicht nur die positiv gesonnenen Menschen beteiligen, sondern auch die, die eine kritische Meinung zu uns haben", sagte sie.

Und es gab auch durchaus viele nette und ernstgemeinte Namensvorschläge. "Airbair oder Aircally", "Cally" (abgeleitet von Calden) oder "Amicus" (lat.: Freund) gehörten unter anderem dazu. "Bärbel" als Mischung aus "Air" und "bel" (schön) lautete eine der weiteren vielen Ideen. Warum muss ein Waschbär schließlich immer ein Mann sein?

© dpa, Uwe Zucchi Lesen Sie auch: Flughafen will sich als "Kassel Airport" besser positionieren

Die Kampagne ist Teil des Imagewandels, den der defizitäre Flughafen vollziehen will. Erst im Januar hatte er sich in "Kassel Airport" umbenannt. Für Juni ist nach Angaben der Sprecherin ein Relaunch des Internet-Auftritts geplant. Seit seiner Eröffnung im April 2013 fährt der Regionalflughafen Millionendefizite ein.

Von: dpa, airliners.de

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