Flughafen Hannover schickt 1500 Mitarbeiter ein Jahr lang in Kurzarbeit

Am Flughafen Hannover-Langenhagen erhalten wegen der Corona-Krise rund 1500 Mitarbeiter der Airport-Gesellschaft ab Mittwoch Kurzarbeitergeld. Dieses soll ein Jahr lang laufen. Auch Mitarbeiter angeschlossener Betriebe sollen in Kurzarbeit gehen, teilte der Betreiber mit.

Ein Check-In-Schalter der Tui am Flughafen in Hannover. © dpa / Peter Steffen

Am Flughafen Hannover-Langenhagen beginnt am Mittwoch eine längere Phase der Kurzarbeit. Der Luftverkehr ist in der Corona-Krise weltweit eingebrochen - rund 1500 Mitarbeiter der Airport-Gesellschaft erhielten nun das gesetzliche Kurzarbeitergeld, sagte ein Sprecher am Dienstag. Dieses solle ein Jahr lang laufen.

Auch Mitarbeiter angeschlossener Betriebe sollen am Flughafen der Landeshauptstadt in Kurzarbeit gehen. Beim Bodendienstleister Aviation Handling Services trifft dies nach Informationen der Gewerkschaft Verdi von April bis Juni auf 200 Beschäftigte zu. Weil deren Löhne oft schon niedrig seien, forderte der Betriebsrat die Arbeitgeber zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes über die regulären 60 beziehungsweise 67 Prozent (mit Kindern) des Nettolohns auf.

Nötig seien bis zu 90 Prozent, da einige Kollegen sonst in Hartz IV abzurutschen drohten. Es gebe in Hannover gute Betriebsvereinbarungen mit der AHS zu verschiedenen Fragen, hieß es bei Verdi. Das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover müssten sich als Miteigentümer des Airports nun dafür einsetzen, dass AHS etwa Liquiditätshilfen beantragen und damit die Zahlungen an die Beschäftigten aufstocken könne. Die Luftfahrt gehört mit dem Tourismus und Gastgewerbe zu den Branchen, die von der Corona-Pandemie am schwersten getroffenen sind.

Von: dk, dpa

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