Umweltfreigabe behindert Bau von Feuerwehranlagen in Düsseldorf

Beim Bau einer neuen Übungsanlage für die Feuerwehr am Flughafen Düsseldorf fehlt das OK des Naturschutzbeitrats. Jetzt sind die Beiratsmitglieder verärgert und die Bauarbeiten gestoppt.

Feuerwehrleute bei einer Übung am Airport Hamburg. © Flughafen Hamburg

Der Flughafen Düsseldorf hat mit dem Bau eines 9000 Quadratmeter großen Übungsgeländes für die Feuerwehr begonnen, obwohl der Naturschutzbeirat noch nicht darüber entschieden hatte. Das berichtet die "Westdeutsche Zeitung".

Laut dem Blatt hätte der Naturschutzbeirat das Projekt vor Baubeginn absegnen müssen. Der Rat müsse beteiligt werden und zustimmen, wenn über Projekte entschieden wird, die "erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft" mit sich bringen. Durch den Baubeginn sei die Arbeit des Rates lächerlich gemacht worden, wird Michael Süßer vom BUND zitiert.

Am neuen Übungsgelände seien Brutpaare von Feldlerche und Wiesenpieper ansässig, die einen Schutz genießen könnten. Ein Teil der Fläche sei jedoch bereits betoniert und auch Teile der Flugzeugattrappe bereits installiert worden. Nun seien die Bauarbeiten vorerst gestoppt worden.

Vom Flughafen heißt es laut "Westdeutscher Zeitung", es handele sich um ein Missverständnis. Da die luftrechtlichen Genehmigungen vorgelegen hätten, sei die Umsetzung begonnen worden. Nun werde geprüft, warum die Projektteams nicht auf die Erteilung der weiteren Genehmigung durch den Naturschutzbeirat gewartet hätten.

Nach Informationen der Zeitung will der Flughafen die Simulationsanlage auf jeden Fall weiter bauen, da sie aus Sicherheitsgründen notwendig sei.

Von: hr

Lesen Sie jetzt
Themen
Düsseldorf Feuerwehr Infrastruktur Flughäfen Umwelt Rahmenbedingungen