Fluggesellschaften kämpfen weiter um Tempelhof

Berlin (ddp-bln). Die Fluggesellschaft Windrose Air hat Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts zur Schließung des Flughafens Tempelhof im Oktober 2008 angekündigt. «Wir gehen davon aus, dass wir mit unserer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erfolgreich sein werden», sagte Windrose-Chef Thomas Stillamm der Nachrichtenagentur ddp am Montag.

Die am Flughafen Tempelhof operierende Fluggesellschaft kämpft für den Erhalt des Luftfahrt-Standortes. «Man jagt uns wie die Stadtstreicher vor die Tür», sagte Stillmann. «Das werden wir nicht zulassen.»

Die Fluggesellschaft hat die Beschwerde am Tag des gesetzlichen Fristablaufs eingereicht. Sie reagiert damit nach Stillmanns Darstellung auch auf die Ablehnung des Antrags der Deutschen Bahn auf Übertragung der Betriebsgenehmigung für den Airport durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Bei einem Umzug zum Flughafen Schönefeld erwartet Stillmann Wettbewerbsnachteile für sein Unternehmen. Die Windrose Air unterhält in Tempelhof derzeit neun Flugzeuge. Die größte Maschine des Spezialisten für Geschäftsflüge bietet 14 Sitzplätze. Das Unternehmen beschäftigt nach Stillmanns Angaben 60 Mitarbeiter.

Von: ddp

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