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Flugbegleitergewerkschaft Ufo steht vor Neuwahlen

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo sucht erneut den Neuanfang. Die Gewerkschaftsmitglieder stimmen nahezu einhellig für eine Satzungsänderung, um zur Persönlichkeitswahl zurückzukehren. Der Vorstand soll im Frühjahr neu gewählt werden.

Ein Mitglied der Flugbegleitergewerkschaft Ufo © dpa / Frank Rumpenhorst

Nach heftigen internen Streitigkeiten bereitet die Flugbegleitergewerkschaft Ufo nun Neuwahlen noch für dieses Frühjahr vor. Bei einer Online-Mitgliederversammlung am Donnerstag stimmten mehr als 95 Prozent für eine Satzungsänderung, um zur Persönlichkeitswahl zurückzukehren, wie Sprecher Rainer Bauer berichtete.

Der neue Vorstand mit erneut sieben Mitgliedern könne voraussichtlich bereits im April seine Arbeit aufnehmen. Die Arbeit an tariflichen Vereinbarungen auch zur Bewältigung der Corona-Krise sei bis dahin nicht gefährdet.

Die Interims-Vorsitzende Anja Bronstert will sich den Mitgliedern zur Wahl stellen, wie die Germanwings-Kabinenchefin bereits zuvor angekündigt hatte. Von dem vor einem Jahr gewählten siebenköpfigen Ufo-Vorstand ist nach den Querelen niemand mehr übrig.

"Wir freuen uns, dass unsere Mitglieder den Empfehlungen unserer Grundsatzkommission gefolgt sind und mit der nötigen Mehrheit den ersten Satzungsänderungen zugestimmt haben. Nach den internen Streitigkeiten des vergangenen Jahres, sehen wir darin den richtigen Schritt für eine verbesserte Struktur und Arbeitsweise der Organisation, so dass künftig solche Konflikte schneller und besser gelöst werden können“, so Bronstert.

Bronstert wie auch ihr Stellvertreter Wolfgang Heriban waren nachnominiert worden. Unter anderem waren die langjährigen Führungskräfte Nicoley Baublies und Daniel Flohr nach Streitigkeiten mit dem Gewerkschaftsbeirat zurückgetreten. Dies war auch noch einmal Thema bei der Versammlungsaussprache.

Jetzt soll der Blick auf die Zukunft gerichtet werden. "Mit Blick auf den in der Versammlung vorgestellten Geschäftsbericht sowie die Arbeit der verschiedenen Gremien, kann man erneut betonen, dass die Ufo jederzeit handlungsfähig und auch personell gut aufgestellt ist", erkärte Bronstert nach der Online-Versammlung. Gemeinsam mit ihrem Stellvertreter werde sie den Übergang zu einem neuen Vorstand im Sinne der Mitglieder gestalten, um den neugewählten Ufo-Vertretern eine erfolgreiche Arbeitnehmervertretung zu übergeben, versprach sie.

Von: br, dpa-AFX

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