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Flugangst durch gezielte Informationen über das Fliegen mindern

Berlin (dpa/gms) - Von Flugangst Gepeinigte sollten sich gezielt über die technischen Abläufe beim Fliegen informieren. Wissen zu haben und dadurch Geräusche und Bewegungen von Flugzeugen einschätzen zu können, sei wichtig. Das sagte Andreas Wolfauer, Flugkapitän bei Austrian Airlines, bei einer Veranstaltung auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin (noch bis 11. März). Flugangst sei eine irrationale Angst und entstehe durch die Macht der Gedanken, erklärte Viktor Ziegler, Autor eines Ratgeberbuchs zum Thema.

Flugangst könne sich durch Nervosität oder eine Art Schockstarre äußern, sagte der Psychologe Sascha Thomas, der Seminare gegen Flugangst gibt. «Die Menschen stellen sich vor, was passieren könnte», erläuterte Ziegler, der selbst Jahre lang unter Flugangst litt. Eine einfache Linkskurve bewirke dann den Gedanken: «Wir stürzen ab.» Das sei die Angst vor dem Unbekannten. Da helfe es den Betroffenen, zum Beispiel Zusammenhänge der Aerodynamik zu kennen.

«Das ist ein fehlender Baustein im Puzzle, der dann diese Angst auslöst», sagte Wolfauer. Er habe allerdings in Seminaren gegen Flugangst festgestellt, dass jeder Betroffene ein anderes Puzzleteil braucht, um diese Angst zu besiegen. Dafür sei es sinnvoll, den Flugablauf ganz genau kennen zu lernen.

Der erste Schritt sei aber, sich überhaupt zur Angst zu bekennen, sagte Ziegler. «Sie sollten sich klar machen, dass Sie ein Problem haben, das lösbar ist.» Außerdem sollten sich Betroffene fragen, was genau ihnen Angst macht, und sich dann entsprechend informieren. Wenn das nicht hilft, könnten sie Unterstützung in Seminaren suchen. Ansprechpartner seien hier die Fluggesellschaften oder Selbsthilfe-Institutionen. Billig seien die Seminare allerdings nicht: Sie können bis zu 800 Euro kosten.

Von: dpa

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