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Bei Flügen aus Irland ab sofort negativer Corona-Test nötig

Wer aus Irland nach Deutschland mit dem Flugzeug einreist, muss jetzt vor Abreise einen negativen Corona-Test absolvieren. Auch für Einreisende nach England ist ein Test ab sofort Pflicht.

Corona-Abstrich im Testzentrum des Flughafens Stuttgart. © Flughafen Stuttgart GmbH

Bei Flügen aus Irland ist ab sofort ein negativer Corona-Test nötig. "Ab dem 08.01.2021 dürfen Flüge aus der Republik Irland in die Bundesrepublik Deutschland nur unter der Bedingung durchgeführt werden, dass Fluggäste vor der Abreise einen negativen Test auf SARS-CoV-2 vorweisen können", teilte das Bundesverkehrsministerium am Donnerstagabend in einer Allgemeinverfügung mit.

Der Test darf nicht älter als 48 Stunden vor Einreise sein. Kinder unter sechs Jahren seien von dieser Regelung ausgenommen. Begründet wird die Maßnahme mit der raschen Ausbreitung einer neuen, womöglich ansteckenderen Coronavirus-Variante in Großbritannien und Irland.

Das Auswärtige Amt hatte am Donnerstagabend für ganz Irland vor nicht notwendigen touristischen Reisen nach Irland ab Samstag gewarnt. Bisher gilt dies nur für einige Regionen. Das Robert Koch-Institut hatte zuvor ganz Irland zum Risikogebiet erklärt.

Einreise nach England nur noch mit gültigem PCR-Test

Gleichzeitig ist für Einreisen nach England von kommender Woche an ein negativer Corona-Test vorgeschrieben. Alle Reisenden, die mit dem Flug, Zug oder Schiff eintreffen, müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte. Mit der Maßnahme soll die Verbreitung neuer Corona-Varianten unterbunden werden.

Wer keinen Test nachweisen kann, muss auf der Stelle 500 Pfund (gut 550 Euro) Strafe zahlen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer, Kinder unter elf Jahren und Einreisen aus Irland. Die Ankündigung betrifft nur England, aber ähnliche Maßnahmen für die anderen Landesteile Wales, Schottland und Nordirland sollen folgen.

"Wir haben bereits bedeutende Maßnahmen getroffen, um importierte Fälle von Covid-19 zu verhindern, aber angesichts der internationalen Verbreitung neuer Virusstämme müssen wir weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen", sagte Shapps. Tests vor der Abreise seien eine weitere Abwehrmaßnahme, zusätzlich zur verpflichtenden Selbstisolation nach der Einreise aus einem anderen Land.

Heathrow-Chef spricht von echter Herausforderung

Der Chef des größten Londoner Flughafens Heathrow bezeichnete die Maßnahme im BBC-Interview als "echte Herausforderung" für Reisende. Die Testkapazitäten seien von Land zu Land sehr unterschiedlich, sagte John Holland-Kaye und rief die britische Regierung dazu auf, sich für gemeinsame internationale Standards beim Testen einzusetzen.

Wegen des Lockdowns in Großbritannien gibt es derzeit ohnehin nur wenig internationalen Reiseverkehr. Viele andere Länder verlangen bereits seit längerem einen negativen Corona-Test als Voraussetzung für eine Einreise.

Von: br, dpa

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