airliners.de Logo
Eine entführte Boeing der Ethiopian Airlines am 17. Februar 2014 in Genf. © dpa / EPA/SALVATORE DI NOLFI
Boeing 767-300 der Ethiopian Airlines © Ethiopian Airlines
Eine entführte Boeing der Ethiopian Airlines am 17. Februar 2014 in Genf. © dpa / EPA/SALVATORE DI NOLFI

Ein Passagierflugzeug vom Typ Boeing 767-300ER der Ethiopian Airlines ist am frühen Montagmorgen entführt worden und auf dem Flughafen Genf gelandet. Der Entführer saß dabei im Cockpit, es soll sich um den First-Officer der Maschine handeln. Das bestätigten am Montag die Schweizer Behörden. Die 202 Passagiere und Besatzungsmitglieder seien wohlauf. Die Passagiere seien weder angegriffen noch bedroht worden.

Der Entführer sei nach der Landung aus einem Cockpitfenster der Maschine vom Typ Boeing 767 gestiegen und habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Der äthiopische Staatsbürger sei auf die Polizei zugerannt und habe sofort erklärt, er sei der Pilot und Entführer der Maschine. Er habe angegeben, er fühle sich in seiner Heimat "bedroht" und wolle Asyl beantragen.

Nach Angaben der Genfer Polizei hatte sich der Co-Pilot im Cockpit eingeschlossen, als der Kapitän zur Toilette ging. Dem Flughafen-Tower von Genf erklärte der Luftpirat nach Angaben Grandjeans, er habe "ein Problem" mit seinem Flugzeug und müsse zum Auftanken landen. Der Airport habe die Erlaubnis aus "Sicherheitsgründen" erteilt. Das Flugzeug wurde daraufhin von Kampfjets der italienischen Luftwaffe nach Genf eskortiert.

Nach Angaben von Ethiopian Airlines sollte das in Addis Abeba gestartete Flugzeug um 04.40 Uhr in Rom landen. Das Flugzeug soll bereits Stunden vor der Landung in Genf das internationale Notsignal für Flugzeugentführungen gesendet haben. Die Maschine sei daraufhin von zwei Kampfflugzeugen der Luftwaffe aus Italien begleitet worden. In Genf landete das Flugzeug um 06.05 Uhr. Zuvor war der Genfer Airport geschlossen worden. Mehrere Flüge von und nach Genf fielen aus.