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Finnair verringert Jahresverlust

Finnair hat die Kennzahlen für das Kalenderjahr 2010 vorgelegt. Demnach konnte die nordeuropäische Airline den Nettoverlust auf rund 23 Millionen Euro drücken. Ohne Aschewolke und Flugbegleiterstreik hätte Finnair einen Überschuss erwirtschaftet, sagte CEO Mika Vehvilainen.

Leitwerk eines Airbus A340 der Finnair © Finnair

Finnair hat für das vergangene Jahr einen Nettoverlust von 22,8 Millionen Euro ausgewiesen. Das tagelange Flugverbot im April durch isländische Vulkanasche sowie ein zehntägiger Streik des Kabinenpersonals im Dezember hätten ihren Tribut gefordert, hieß es bei der nordeuropäischen Fluggesellschaft.

Doch gegenüber dem Vorjahr, als 95,2 Millionen Euro Verlust aufgelaufen waren, konnte Finnair das Defizit deutlich abbauen. Dabei half vor allem der Umsatzanstieg um 10,1 Prozent auf 2,02 Milliarden Euro, während die Ausgaben nur um 1,1 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro stiegen. Im operativen Geschäft konnte Finnair den Verlust auf 13,3 Millionen Euro begrenzen. Im Vorjahr stand hier noch ein Minus von 114,9 Millionen Euro.

Die Kosten für die Aschewolke und die Streikmaßnahmen bezifferte der Carrier auf 30 Millionen beziehungsweise 24 Millionen Euro. „Ohne diese Unterbrechungen hätte wir das Jahr mit einem Nettogewinn abgeschlossen“, sagte Mika Vehvilainen, Präsident und CEO der Finnair. In diesem Jahr will die Airline um mehr als zehn Prozent wachsen. Vor allem die Asienrouten sollen dazu beitragen. Hier werden die Kapazitäten im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent ausgebaut.

Im Gesamtjahr 2010 beförderte Finnair mit 7,1 Millionen Passagieren vier Prozent weniger als im Jahr 2009. Auf Linienflugverbindungen fiel die Passagierzahl aber nur um 0,9 Prozent auf 6,2 Millionen Fluggäste. Auf den Asienstrecken zog die Zahl dagegen um 7,4 Prozent auf rund 1,2 Millionen an. Die Verkehrsleistung, gemessen in verkauften Passagierkilometern, stieg um 2,5 Prozent, während das Angebot um ein Prozent ausgebaut wurde. Die Auslastung auf den Linienflügen verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 74,5 Prozent.

Im vierten Quartal 2010 betrug der Netooverlust 5,7 Millionen Euro gegenüber einem Minus von 35,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 12,9 Prozent auf 516,9 Millionen Euro. Der Verlust im operativen Bereich konnte von 41,4 Millionen auf 4,7 Millionen Euro gesenkt werden.

Von: airliners.de

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