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Eröffnung am Donnerstag Fast 500 Aussteller bei der AERO

Am Donnerstag öffnet die Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen ihre Tore. Fast 500 Austeller präsentieren dann vier Tage lang die neuesten Entwicklungen der Allgemeinen Luftfahrt.

Static Display der Aero 2009 © Aero Friedrichshafen

497 Aussteller aus 26 Ländern werden sich ab Donnerstag auf der internationalen Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen am Bodensee präsentieren. Die Ausstellung, die bis Sonntag dauert, ist nach Angaben der Organisatoren die europaweit wichtigste für die allgemeine Luftfahrt. Die Veranstalter zeigten sich am Mittwoch zufrieden mit der Aussteller-Beteiligung, zumal die Messe nun jährlich stattfindet und nicht mehr, wie bisher, alle zwei Jahre.

Gegenüber früheren Messen ist auch der Anteil der internationalen Aussteller gestiegen: 45 Prozent aller Aussteller kommen laut den Veranstaltern aus dem Ausland, den größten Anteil darunter bilden Firmen aus den USA, gefolgt von Unternehmen aus Tschechien, Frankreich und Italien.

Die AERO zeigt die gesamte zivile Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs, in der allein im Gebiet der Europäischen Union mehr als 200.000 Motor-, Ultraleicht- und Segelflieger registriert sind. Bis zu 400 Piloten werden in eigenen Flugzeugen anreisen und auf Rollfeldern neben den Messehallen landen und starten.

Ein Schwerpunkt widmet sich den alternativen Flugzeugantrieben wie Hybrid- oder Elektromotoren. So präsentiert beispielsweise der Flugzeugingenieur Calin Gologan aus Landsberg am Lech seine Innovationen. Er ist der Überzeugung: »Emissionsloses Motorfliegen ist schon mit den heutigen Mitteln möglich«. Gologan will mittelfristig das zweisitzige E-Motorflugzeug verwirklichen. Als erster Schritt dorthin ist jetzt der Einsitzer im Bau, die «Elektra One».

Elektro-Flugmotoren, die aus Akkus, Solar- oder Brennstoffzellen ihre Energie beziehen, sind bereits Realität. Erste von Elektromotoren angetriebene Flugzeuge fliegen mittlerweile in den USA, in China und auch in europäischen Ländern. Pläne für die Serienfertigung mehrerer Typen seien weit fortgeschritten, berichten die Partnerverbände der Messe, der Deutsche Aero Club (DAeC), die AOPA Germany und die Experimental Aircraft Association (EAA).

Noch ist bei rein elektrischen Antrieben aber die Reichweite durch Gewicht und Kapazität des Akkus eingeschränkt. Daher kombiniert der deutsche Hersteller Flight Design etwa einen 114 PS starken Verbrennungsmotor mit einem 40-PS-Elektromotor. Dadurch steht beim Start und im Steigflug fast die gleiche Leistung zur Verfügung wie bei einem herkömmlichen 160-PS-Motor aus amerikanischer Produktion. Der moderne Hybridantrieb aber ist wesentlich leichter und braucht weniger Sprit.

Auf der AERO werden Elektroflugzeuge auch im Rahmen des Flugprogramms zu sehen sein, wie die Veranstalter mitteilten. Beim "E-Flight-Forum” soll zudem der theoretische Hintergrund dieser umweltfreundlichen Form motorisierten Fliegens beleuchtet werden.

Von: ddp, dpa, airliners.de

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