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Der Airbus A380 überragt die anderen Exponate auf dem Farnborough-Messegelände. © Farnborough Airshow / PR
Messewegweiser und Boeing 787-9 auf der Farnborough-Luftfahrtmesse. © Farnborough Airshow / PR
Luftsicht auf das Farnborough-Messegelände. © Farnborough Airshow / PR
Airbus A380 und A350 stehen im Juli 2014 nebeneinander in Farnborough. © Farnborough Airshow / PR

Als positives Signal für die gesamte Luftfahrtbranche wertete Messe-Chef Shaun Ormrod von Farnborough International Ltd (FIL) die Zahlen. «Es gibt schon jetzt einen Rückstau bei Bestellungen und diese zusätzlichen Bestellungen werden die Hersteller im Geschäft halten und für einige Jahre Arbeitsplätze sichern», sagte er.

Die besten Farnborough Airshow in der Geschichte

Fabrice Brégier

Den Löwenanteil der Flugzeuge schlugen die beiden Marktführer Boeing und Airbus los. Vor allem die spritsparenden Neuauflagen der Mittel- und Langstreckenjets A320neo und A330neo liefen bei Airbus hervorragend, über 500 Maschinen schlossen die Europäer Verträge oder Vorverträge ab. US-Rivale Boeing kam auf gut 200 Flugzeuge. Airbus-Chef Fabrice Brégier sprach angesichts der Auftragsbilanz von «der besten Farnborough Airshow in der Geschichte» des Flugzeugbauers.

Von der erst am Montag vorgestellten A330neo wurden die Europäer binnen vier Tagen 121 Exemplare los. Mit moderneren Triebwerken und veränderten Tragflächen soll der Jet 14 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als der 20 Jahre alte Vorgängertyp A330. Airbus will damit Boeings komplett neu entwickeltem Langstreckenjet 787 «Dreamliner» Paroli bieten. Als Erstkunden unterzeichneten auf der Messe die malaysische Billigfluglinie AirAsia, die russische Transaero Airlines sowie drei Flugzeugfinanzierer Vorverträge für den Flieger, der Ende 2017 erstmals ausgeliefert werden soll. Im Gegenzug zur Neuauflage streicht Airbus die ähnlich große Kurzversion seines Großraumjets A350 aus dem Programm.

© Airbus, Video-Screenshot: airliners.de Lesen Sie auch: Airbus bringt den A330neo

Flugzeughersteller nutzen die Messe traditionell, um Aufträge bekannt zu geben. Das gilt nicht nur für Airbus und Boeing. Auch viele kleinere Hersteller haben die Messe genutzt, um Bestellungen, Optionen, Fixierungen, Absichtserklärungen oder Bestellrückbestätigungen zu verkünden. Eine Übersicht der Farnborough-Verträge für Verkehrsflugzeuge von 2014:

Airline Anzahl Typ
AerCap 50 Airbus A320neo
(Auftragsbestätigung)
AirAsia X 50 Airbus A330-900neo (Absichtserklärung)
Air Algerie 2 Boeing 737-700C
Air Mandalay 6
(4)
Mitsubishi MRJ90
(Optionen)
Air Mauritius 4 Airbus A350-900 (Absichtserklärung)
ALC 25
60
6
20
7
Airbus A330-900neo (Absichtserklärung)
Airbus A321neo
Boeing 777-300ER
Boeing 737 MAX 8 (Rückbestätigung)
ATR 72-600 (Absichtserklärung)
Alaska Air Group 1 Bombardier Q400
ASL Group 10 Lockheed Martin LM-100J
Avolon 6
5
15
Boeing 787-9 (Absichtserklärung)
Boeing 737 MAX 9 (Absichtserklärung)
Airbus A330neo (Absichtserklärung)
Azerbaijan Airlines 2 Embraer E190
Azul 30
(20)
Embraer E190-E2 (Absichtserklärung)
(Absichtserklärung über Optionen)
Bek Air 7 Suchoi SSJ100-95
BOC Aviation 7
36
Airbus A320/A321neo
Airbus A320/A321
CIT 15
5
10
Airbus A330neo (Absichtserklärung)
Airbus A321 (Absichtserklärung)
Boeing 787-9
Demokratische Republik Kongo 3
2
COMAC ARJ21-700 (Absichtserklärung)
Harbin Y12 (Absichtserklärung)
Eastern Air Lines 20
(20)
Mitsubishi MRJ90 (Absichtserklärung)
(Absichtserklärung über Optionen)
Falko 24 Bombardier CS100 (Absichtserklärung)
Falcon Aviation Services 2
5
Bombardier CS300
Bombardier Q400 (Absichtserklärung)
Fuji Dream Airlines 3
(3)
Embraer E175
(Optionen)
Hainan Airlines 50 Boeing 737 MAX 8 (Vorverhandlungen)
Tianjin Airlines 20
20
Embraer E190
Embraer E190-E2
HKAC 40
30
Airbus A320neo (Fixierung)
Airbus A321neo (Fixierung)
IAG 20 Airbus A320neo-Familie (A320/A321neo)
ICBC 10
(10)
Embraer E190-E2
(Optionen)
Intrepid Aviation 6
(4)
Boeing 777-300ER
(Optionen)
Monarch (30) Boeing 737 MAX 8 (Vorverhandlungen)
MG Aviation 4 Boeing 787-9
Myanma Airways 6
(6)
ATR 72-600
(Optionen)
NAC 25
(50)
ATR 42-600
(Optionen)
Nok Air 2 Bombardier Q400 (Umwandlung von Optionen)
Okay Airways 4
6
(5)
Boeing 737-800
Boeing 737 MAX 8
Boeing 737-900ER (Umwandlung)
Petra Airlines 2
(2)
Bombardier CS100 (Absichtserklärung)
CS300 (Absichtserklärung über Optionen)
Qatar Airways (50)
4
(4)
Boeing 777-X9 (Optionen)
Boeing 777F
Boeing 777F (Optionen)
Royal Air Maroc n.n. Embraer E190 (Vorverhandlungen)
SMBC Aviation Capital 110
5
A320neo
320ceo
Transaero Airlines 12
8
Airbus A330-900neo (Absichtserklärung)
Airbus A330-300 (Absichtserklärung)
Trans State Holdings 50
(50)
Embraer 175-E2
(Optionen)
Zhejiang Loong Airlines 20 Bombardier CS100 (Absichtserklärung)
n.n. 5 Bombardier CSeries-Familie (Absichtserklärung)

Die einzelnen Meldungen zu allen Bestellungen mit entsprechenden Erläuterungen finden Sie auf unserer Farnborough-Themenseite.

Keine weiteren Bestellungen für A380 oder 747-8

Boeing konnte von seinem jüngsten Modell 787 «Dreamliner» dagegen 18 Maschinen losschlagen. Zudem zurrte der US-Konzern einen Großauftrag von Qatar Airways für 50 Exemplare des modernisierten Langstreckenjets 777-9X fest. Für den A350 fand sich dagegen mit Air Mauritius nur ein kleiner Neukunde. Die ganz großen Flugzeugtypen warteten hingegen weiter vergeblich auf Käufer: Weder für Boeings Jumbo 747-8 noch Airbus' doppelstöckiges Flaggschiff A380 wurden auf der Messe Verträge abgeschlossen.

Der Löwenanteil der Vor- und Festbestellungen entfällt bei beiden Herstellern auf die Mittelstreckenjets. Die spritsparende Neuauflage von Airbus' Verkaufsschlagers A320, die A320neo, knackte auf der Messe die Marke von 3000 Festbestellungen seit ihrer Vorstellung vor dreieinhalb Jahren. Boeings Konkurrenzflieger, die 737-MAX, kommt inzwischen auf mehr als 2000 Exemplare.

Messebestellungen verzerren Gesambild

Allerdings war der europäische Flugzeugbauer im ersten Halbjahr wegen mehr als 200 Abbestellungen deutlich hinter Boeing zurückgefallen. Im Juni hatte die arabische Fluglinie Emirates ihre Bestellung für 70 Exemplare des neuen Airbus-Großraumjets A350 gestrichen. Auch bei den Mittelstreckenjets aus der A320-Familie musste Airbus bereits verbuchte Aufträge wieder hergeben. Einschließlich der verbindlichen Messeaufträge hat Airbus seit Jahresbeginn nun Festbestellungen für 873 Maschinen eingesammelt - 64 mehr als Boeing. Nach Abzug der Stornierungen bleiben bei den Europäern allerdings nur 648 übrig. Boeing liegt hier netto mit 755 Maschinen vorn.

Beim Publikumswochenende ging es dann weniger ums Geschäft und mehr um die Show: Die Besucher konnten Kampf- und Ziviljets von Innen und Außen begutachten, es gab Auto-Stuntshows und eine Ausstellung zum Thema «100 Jahre Luftfahrtgeschichte» mit Luftfahrzeugen aus jedem Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts. Mehr als 100.000 Besucher bewunderten die ausgestellten Fluggeräte auf dem Boden und in der Luft. Die Farnborough International Airshow ist nach der Schau im französischen Le Bourget die zweitgrößte Luftfahrtmesse in Europa.

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