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Boeing 737-700 der Southwest Airlines © AirTeamImages.com

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüft nach einem Vorfall mit einer Southwest-Airlines-Maschine, ob bestimmte Boeing-Jets häufiger auf Risse untersucht werden müssen. Am Montag sei nach einem Flug von Las Vegas nach Boise im US-Bundesstaat Idaho ein über dreißig Zentimeter langer Riss am Rumpf einer Boeing 737-700 festgestellt worden, teilte die FAA am Freitag mit.

Während des Flugs sei der Luftdruck in der Kabine allmählich gesunken, die Crew habe die Flughöhe verringert, um ein sicheres Niveau zu erreichen. Der Flug habe dann ohne den Einsatz von Sauerstoff-Masken, Unfälle oder Verletzte fortgesetzt werden können. Ein Sprecher von Boeing erklärte auf Nachfrage nur, dass das Unternehmen von dem Vorfall wisse und mit der Fluggesellschaft kooperiere.

Eine Sprecherin von Southwest Airlines sagte dem "Wall Street Journal", die betroffene Boeing-Maschine werde derzeit repariert. Die Angelegenheit betrifft nicht den Flugzeugtyp 737 Max, der seit gut einem Jahr wegen zwei Abstürzen binnen weniger Monate weltweit mit Startverboten belegt ist. Boeing hatte schon 2019 Probleme mit Rissen beim Vorgängermodell 737 NG. Dabei ging es um "Pickle Forks" genannte Bauteile zur Befestigung der Tragflächen am Flugzeugrumpf.

Der Riss an der Southwest-Airlines-Maschine trat in einem anderen Bereich auf, der laut FAA-Vorschriften bislang nach jeweils rund 1500 Flügen auf Schwachstellen untersucht werden muss. Nach Informationen des "Wall Street Journal" war der am Montag betroffene Boeing-737-Jet allerdings das letzte Mal nur etwa 500 Flüge zuvor inspiziert worden. Die FAA könnte deshalb künftig häufigere Überprüfungen anordnen.