Eurowings drohen neue Streiks

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi droht mit neuen Streiks bei Eurowings. Die Arbeitnehmervetreter fordern einen neuen Tarifvertrag mit mehr Personalvertretern. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 13. Juni angesetzt.

Flugbegleiterin von Eurowings. © Eurowings / Athenea Diapouli-Hariman

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi droht mit Warnstreiks oder längerfristigen Arbeitsniederlegungen bei Eurowings. Angesichts stockender Tarifverhandlungen über die Einsetzung einer neuen Personalvertretung hätten sich mehr als 80 Prozent der Verdi-Mitglieder bei der Lufthansa-Tochter für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen, um einen verbesserten Tarifvertrag zu erreichen, teilte die Gewerkschaft mit.

Es geht um den Betriebsrat und die Mitbestimmungsrechte der Flugbegleiter. Bei Eurowings sind nach der Übernahme von Air Berlin über 1000 Flugbegleiter beschäftigt. Ihre Arbeitnehmervertretung besteht laut bestehendem Tarifvertrag mit der Gewerkschaft Ufo aus nur fünf Beschäftigten.

Gesetzlich müssten es 15 Arbeitnehmervertreter sein

Seit Mai dieses Jahr gilt eine Gesetzesänderung im Betriebsverfassungsgesetz, die sogenannte "Lex Ryanair". Demnach würde die Personalvertretung aus 15 Arbeitnehmern bestehen - dem müsste Eurowings aber in einem neuen Tarifvertrag zustimmen.

Die Verhandlungen darüber - auch über weitere Mitbestimmungsrechte - stocken laut Verdi. Die sechste Verhandlungsrunde findet am Mittwoch in Düsseldorf statt.

Verdi-Verhandlungsführer Volker Nüsse sagte am Dienstag, die Umfrage unter den Gewerkschaftsmitgliedern sei "ein deutliches Zeichen an das Management, die Blockadehaltung aufzugeben und die gesetzlichen Mindeststandards zu akzeptieren".

Von: br, AFP

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