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Eurowings plant Verbindung zwischen Kosovo und Serbien

Nach über 20 Jahren soll es bald wieder eine Direktverbindung zwischen dem Kosovo und Serbien geben. Als Fluggesellschaft für die Verbindung steht Eurowings fest. Der Lufthansa-Billigflieger betreibt vor Ort bereits eine Basis.

Flugzeuge der Eurowings © Eurowings

Eurowings plant, eine direkte Flugverbindung zwischen Belgrad und Pristina aufzunehmen. Das bestätigte ein Airline-Sprecher auf Anfrage von airliners.de. Man habe mit Serbien und dem Kosovo eine Absichtserklärung für einen Direktflug zwischen den zwei Städten erzielt.

Unklar ist allerdings noch, wann die Lufthansa-Tochter die Verbindung starten kann. Aktuell stehe noch kein genauer Termin für die die Aufnahme fest. Bevor die Detailplanungen wie Frequenzen und Flugzeiten koordiniert werden könnten, müssten noch zahlreiche organisatorische und rechtliche Fragen geklärt werden, so Eurowings weiter. Zudem hätten die Auswirkungen der Corona-Krise das Vorhaben zuletzt verzögert.

Die geplante Verbindung hat symbolischen Charakter. Die letzte direkte Flugverbindung zwischen Serbien und Kosovo war 1999 im Zuge des Kosovokriegs eingestellt worden. Der Aufnahme erneuter Flüge waren laut Eurowings intensive Verhandlungen und Abstimmungen mit den beteiligten Ländern sowie den USA vorausgegangen, die vom damaligen US-Botschafter, Richard Grenell, initiiert und geleitet wurden.

Eurowings betreibt Basis im Kosovo

Im Eurowings-Netzwerk stellt die geplante Route derweil ebenfalls ein Novum dar. Es ist die einzige Route, die zwei Städte miteinander verbindet, die beide außerhalb der Eurowings-Stammmärkte liegen. Allerdings hatte Eurowings im Juni 2019 eine Basis am Flughafen in Pristina aufgesetzt. Aktuell verbindet die deutsche Airline Pristina mit Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover, München sowie Köln/Bonn.

© AirTeamImages.com, Paul Buchroeder Lesen Sie auch: Eurowings eröffnet Basis und stationiert A319 in Pristina

Vor Eurowings war unter anderem Germania im Kosovo aktiv. Der deutsche Ferienflieger hatte einen Airbus A319 am Flughafen Pristina stationiert und auch lokal Crews rekrutiert. Germania flog allerdings im Vollcharter für den Schweizer Reiseveranstalter Air Pristina. Gemeinsam bediente man Verbindungen zwischen Pristina und München, Düsseldorf, Basel und Verona

Nach der Germania-Pleite wurde der Schweizer Germania-Ableger von Air Pristina übernommen und führ heute als Chair Airlines eigene Flüge ab Pristina durch.

Von: br

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