Eurowings will Personal auf Mallorca zeitnah neues Angebot machen

Neben Problemen im Flugbetrieb und schwachen Zahlen sind auch Tarifauseinandersetzungen immer wieder Thema bei Eurowings. Auf Mallorca soll es ein neues Angebot geben, für die Kabine in Deutschland wird das noch dauern.

Flugbegleiterinnen von Eurowings und Germanwings. © Eurowings / Athenea Diapouli-Hariman

Ein Eurowings-Sprecher hat gegenüber airliners.de bestätigt, dass die Airline die Konflikte mit den von spanischen Gewerkschaften repräsentierten Crews von fünf auf Mallorca stationierten Flugzeugen zügig beilegen möchte.

Man befinde sich derzeit in fortlaufenden Verhandlungen mit der Cockpit-Gewerkschaft SEPLA und der Kabinen-Gewerkschaft Stavla. Zwar äußere man sich grundsätzlich nicht öffentlich zu den Inhalten laufender Verhandlungen. Jedoch sei klar, dass man beiden Gewerkschaften zeitnah ein neues Angebot mit verbesserten Vergütungs- und Einsatzbedingungen unterbreiten werde.

Die spanische Pilotenvereinigung Sepla hatte in der vergangenen Woche deutsche Mallorca-Touristen vor Verspätungen oder gar Flugausfällen in den kommenden Monaten gewarnt und auf die "sehr angespannte Stimmung" des Flugpersonals an der Eurowings-Station Palma de Mallorca verwiesen.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Mallorca-Basis von Eurowings rebelliert gegen Lohn-Dumping

Gegenüber der Ufo bleibt Eurowings bei der Lufthansa-Linie

Auch zur Streikandrohung der Flugbegleitergewerkschaft Ufo in Deutschland äußerte sich der Sprecher der Lufthansa-Tochter und wies darauf hin, dass man mit dem Sozialpartner im vergangenen Jahr erfolgreich sechs Tarifverträge für German- und Eurowings für das Kabinenpersonal abgeschlossen habe.

Die Gespräche zu zwei weiteren Vereinbarungen lasse man nun ruhen, da zuerst juristisch geklärt werden solle, mit wem man überhaupt verhandeln könne. Solange dies nicht feststehe, könne die Legitimation jedes vorab erzielten Verhandlungsergebnisses in Zweifel gezogen werden – und damit für ein hohes Maß an Verunsicherung beim Kabinenpersonal sorgen.

Eurowings folgt damit der Lufthansa-Argumentation, die die Gespräche mit Ufo kurz zuvor ebenfalls ausgesetzt hatte, wobei es in der Branche hieß, dass dies eher widerwillig geschah. Ufo antwortete auf die Ankündigung in der vergangenen Woche, dass man nun kaum eine andere Wahl als den Arbeitskampf habe.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Ufo kündigt Streiks bei Lufthansa-Airlines ab Juli an

Anscheinend hofft man bei Eurowings jedoch angesichts des verspätungsanfälligen Sommer-Flugbetriebs, dass es nicht zu einem Streik kommt. Der Sprecher unterstrich, dass es noch keinen konkreten Streikaufruf von Seiten der UFO gebe. Diese hatte angekündigt, ihre Mitglieder in den kommenden Wochen zunächst in einer Urabstimmung über eventuelle Maßnahmen entscheiden lassen.

Von: dk

Lesen Sie jetzt
Themen
Eurowings Tarif Personal Fluggesellschaften Wirtschaft UFO