Eurowings-Kabinenmitarbeiter mit vergrößerter Interessenvertretung

Eurowings hat eine neue betriebliche Interessenvertretung gewählt. Künftig besteht das nun 15-köpfige Gremium aus vornehmlich Verdi-Vertretern. Das größere Gremium ist die Folge des neuen Tarifvertrags.

Eine Flugbegleiterin von Eurowings. © Eurowings

Die über 1100 Kabinenmitarbeiter der deutschen Eurowings haben eine neue betriebliche Interessenvertretung gewählt. Künftig besteht die Personalvertretung aus 15 statt wie bisher aus fünf Mitgliedern, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch mit. Die Wahlbeteiligung lag bei 70 Prozent.

Dabei seien nun 13 der 15 Personalvertreter Verdi-Kandidaten, heißt es in der Mitteilung. Die zwei weiteren Mandate gingen an eine Ufo- und eine gewerkschaftslose Kandidatin. Das alte Gremium bestand ursprünglich aus drei Ufo-Mitgliedern und zwei Vertretern der Verdi.

Laut Gewerkschaft hätte es bereits im Mai zu einer Aufstockung des Gremiums durch eine Änderung des Gesetzes, der sogenannten "Lex Ryanair" kommen können. Durch die Gesetzesänderung wurde dem fliegenden Personal ohne Tarifvertrag erstmals ein Rechtsanspruch auf die Gründung auf einer Interessenvertretung zugebilligt.

Weil jedoch bereits tarifliche Regelungen für das Kabinenpersonal von Eurowings mit der konkurrierende Gewerkschaft Ufo bestanden, blieb die direkte Anwendung des geänderten Betriebsverfassungsgesetzes in diesem Fall versperrt.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Verdi einigt sich mit Eurowings auf Flugbegleiter-Betriebsrat

Erst durch die Einigung auf einen neuen Tarifvertrag zwischen Verdi und Eurowings für die Eurowings-Kabine im vergangenen Jahr konnte nun die vergrößerte Interessenvertretung gewählt werden. Verdi hatte in den Verhandlungen durchgesetzt, dass das Gremium nun genauso viele Personalverteter besitzt, wie nach dem Gesetz erforderlich sind.

Von: br

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