Eurowings plant Arbeitsgruppe mit Reisebüros

Nach den Protesten der Reisebüros gegen häufige Flugänderungen verspricht Eurowings Besserung: Die Flugplanung soll mehr Reserven enthalten, die Kommunikation ausgebaut werden, so Vertriebschef Schmitt.

Oliver Schmitt © Eurowings
Flugzeug von Eurowings am Airport München. © Flughafen München / Michael Fritz

Nach den zahlreichen Flugstreichungen und -änderungen der vergangenen Monate will Eurowings jetzt nicht nur den Betrieb stabilisieren. Auch die Zusammenarbeit mit den Reisebüros soll besser werden. Das erklärte die Lufthansa-Tochter am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem Deutschen Reiseverband (DRV).

Dazu will die Airline eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Vertretern von touristischen und Geschäftsreisebüros gründen. Dort sollen "aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Branche sowie in der Kommunikation und Zusammenarbeit offen diskutiert" werden, hieß es.

40 Prozent mehr Call-Center-Personal

Eurowings-Vertriebschef Oliver Schmitt betonte, die Airline sei bereits für Reisebüros wie für Endkunden besser erreichbar geworden: Man habe das Personal in den Call Centern um 40 Prozent aufgestockt und die Zahl der eigenen Mitarbeiter an anderen Kundenkontaktpunkten, etwa an Flughäfen, um bis zu 50 Prozent.

Vor allem aber sei der Eurowings-Betrieb jetzt stabiler geworden, so Schmitt. "Wir konnten unsere Performance spürbar verbessern und Flugplanänderungen signifikant reduzieren." Grund seien die zusätzlichen Flugzeuge, die Eurowings in die Flotte aufgenommen habe, und größere Puffer in den Flugplänen. Nach Angaben der Airline ist seit dem heutigen Montag die Einflottung von 77 ehemaligen Air-Berlin-Maschinen abgeschlossen.

Protestaktion der Reisebüros

Die Reisebüros, die Ende Juni eine Protestaktion gegen Eurowings initiiert hatten, bestätigten die positive Tendenz bereits im Juli. Entsprechend wurden nur wenige der angedrohten Rechnungen an die Airline geschickt. Damit wollten sich die Reisebüros ihre Mehrarbeit durch Flugänderungen finanziell kompensieren lassen. Mehr als 150 Reisebüros hatten sich der Aktion angeschlossen.

© AirTeamImages, Matthieu Douhaire Lesen Sie auch: Reisebüros: Weniger Probleme mit Eurowings

Auch der kommende Winterflugplan solle bei Eurowings mit zusätzlichen Zeitreserven optimiert werden, verspricht Schmitt nun. "Für den Sommer 2019 werden wir darüber hinaus ebenfalls sehr sorgfältig planen – mit der Option zur Aufstockung – um auch in der Hochsaison Stabilität sicherzustellen."

Von: pra

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