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Rundschau Europäische Piloten gegen Ryanair und der Strippenzieher Nicoley Baublies

Ryanairs Umgang mit Mitarbeitern steht immer wieder in der Kritik. Der European Cockpit Association (ECA) reicht es jetzt. Derweil zeigt sich Ufo-Urgestein Nicoley Baublies bei seinem Einsatz für Angestellte in der Kabine unkaputtbar. Unsere Kurzmeldungen des Tages.

Flugzeuge der irischen Airline Ryanair © dpa / Marcel Kusch

Jeden Abend gibt es auf airliners.de eine kompakte Rundschau mit den Randnotizen des Tages. Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Rundschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Die European Cockpit Association (ECA) hat die Europäischen Regulierungsbehörden zu Maßnahmen gegen Ryanair wegen des Umgangs der Airline mit krank gemeldeten Piloten aufgefordert, berichtet "Reuters". Bei Ryanair sei es Praxis, Abwesenheiten aufgrund von bescheinigter Krankheit systematisch in Frage zu stellen, das Personal zu Disziplinargesprächen einzuladen und dem Personal mit möglicher Entlassung zu drohen. Der Gewerkschaftsverband habe diese Bedenken bereits voriges Jahr bei der Easa angebracht, denn das Thema werde von der zuständigen nationalen Behörde, der irischen IAA, nicht angemessen behandelt.

Nicoley Baublies war mal Boss der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und musste nach langen internen Querelen zurücktreten. Er zieht aber nach wie vor im Hintergrund viele Strippen und war zuletzt auf einem gemeinsamen Foto mit Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens zu sehen. Über die komplizierten Verhältnisse zwischen Baublies und der Lufthansa berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Wizz-Air-Mitbegründer Jozsef Varadi hält die Business Class aus Klimagründen für ein archaisches und ineffizientes Modell, berichtet "Reise vor 9". Der Chef des Billigfliegers habe Mitbewerber während eines Analystengesprächs aufgefordert, die Business Class auf allen Flügen unter fünf Stunden komplett zu verbannen. Wizz Air hat selbst keine Business-Class-Sitze in ihren Flugzeugen.

Der Flughafen Hannover verschiebt die Modernisierung seines Terminals B auf unbestimmte Zeit. "Aufgrund der unsicheren Zukunftsaussichten durch die Luftverkehrssteuer, die eingetrübte Konjunktur und dem erklärten Willen der Bundesregierung den innerdeutschen und europäischen Luftverkehr zurückzudrängen, haben wir uns entschlossen die Modernisierung des Terminals B zu verschieben," sagte Airport-Chef Raoul Hille auf Anfrage von airliners.de.

SAS fliegt ab 18. September 2020 ganzjährig "auf Hoch-Frequenz-Basis" mit Airbus A321LR von Kopenhagen nach Boston, kündigt die Airline an. Die Flugzeuge werden mit 22 Business Sitzen, 12 Premium Eco und 123 Economy Sitzen ausgestattet. Es soll verschiedene Lichtszenarien in der Kabine geben sowie High-Speed Wi-Fi. "Jeder Sitz ist mit IFE-Bildschirmen und PC- und oder Hi-power USB-Anschlüssen ausgerüstet", heißt es von SAS. Foto: © SAS

Tim Clark, Chef der Golf-Airline Emirates, kritisiert im Gespräch mit dem Portal "aero.de" Flugzeugbauer und Triebwerkshersteller. Letztere hätten zu viel versprochen und für viele Jahre einfach nichts getan, so Clark. Innovationen sollten erst ab einem ausgereiften Standard angeboten und die Airlines nicht mehr als Versuchskaninchen missbraucht werden.

Eurowings fliegt zur Weihnachts- und Silvesterzeit zwischen Stuttgart und Sylt, berichtet "Touristik aktuell". Die Verbindung werde freitags, samstags und sonntags in der Zeit vom 21. Dezember bis 5. Januar bedient.

Das Fluggastrechteportal Flightright hat offenbar Probleme. Nach einem Bericht des "Stern" wurden "weniger als 20 Arbeitsplätze" gestrichen, was rund zehn Prozent der Belegschaft entsprechen dürfte. Nun habe das Unternehmen noch 140 festangestellte Mitarbeiter. Detaillierte Gründe wurden nicht genannt, Flightright habe sich aber nach eigenen Angaben neu organisiert, um deutlich agiler im Markt unterwegs zu sein.

Streiks bei Airlines sind für Passagiere sehr problematisch, für Anbieter von Flügen mit Business Jets bringen sie jedoch viel zusätzliches Geschäft. Das kann die Branche auch gut gebrauchen, berichtet die "Wirtschaftswoche".

Zu guter Letzt: Transavia hat sich an der weltweiten Tetris-Chellenge beteiligt.

Von: airliners.de

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