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Eurocontrol, Maastricht © Eurocontrol

Die 41 Mitgliedstaaten der europäischen Flugsicherungs-Organisation Eurocontrol haben sich darauf geeinigt, den Airlines in den kommenden Monaten Flugsicherungskosten im Umfang von rund 1,1 Milliarden Euro zu stunden. Damit soll die Liquidität der Fluggesellschaften in der Corona-Krise gestützt werden.

So sieht die Vereinbarung vor, dass die "Route Charges" (Streckenkosten) für Februar erst im November gezahlt werden müssen. Für die Monate März bis Mai 2020 müssen die Zahlungen dann jeweils im Drei-Monate-Abstand von November an erfolgen. Der Mai diesen Jahres wird also erst im August 2021 zu bezahlen sein. Normalerweise müssen die Zahlungen rund zwei Monate nach den Abrechnungszeiträumen erfolgen.

"Ich bin wirklich erfreut, dass unsere Mitgliedstaaten dieser wesentlichen Maßnahme zugestimmt haben. Sie wird die dringend benötigte Liquiditätshilfe bereitstellen," sagte Eurocontrol-Chef Eamonn Brennan zu dem Paket. Viele Airlines hätten sich in den vergangenen Wochen an Eurocontrol gewandt und gewarnt, dass sie mitunter nicht in der Lage seien, die nächste Rechnung der Flugsicherung zu zahlen.

Kurzfristige Unterstützung der Branche wird nicht reichen

Eurocontrol koordiniert die nationalen Flugsicherungsbehörden wie die deutsche DFS und ist für die Erhebung von Streckengebühren von den Fluggesellschaften zur Finanzierung von Flugsicherungseinrichtungen und -diensten in Europa zuständig. Zu den Mitgliedern gehören neben den EU-Staaten fast alle Länder des Kontinents, auch die Ukraine, Israel und die Türkei.

Vor der Eurocontrol-Entscheidung haben die Airlines bei den Regierungen der Mitgliedstaaten mit Verweis auf die großen finanziellen Probleme massiv für eine Entlastung bei den Flugsicherungskosten geworben. "An dem Punkt, an dem wir jetzt sind, muss alles unternommen werden, um die Fluggesellschaften von allen fiskalischen Verpflichtungen möglichst umfassend zu befreien," sagte eine Sprecherin des internationalen Verbandes "Airlines for Europe" (A4E) in der Vorwoche dazu.

Die Entscheidung zur Stundung der Gebühren wurde von A4E zwar begrüßt, geht den Interessenvertretern aber eigentlich nicht weit genug. Der Plan würde die derzeitige Liquiditätskrise der Airlines teils nur verschieben, nicht lösen. Wirklich helfen würde ein ganzjähriger Verzicht auf die Route Charges für 2020. "Wir danken den Mitgliedstaaten für ihre große Unterstützung während dieser außergewöhnlichen Krise," so A4E-Direktor Thomas Reynart. Wenn man sich die jüngsten Entwicklungen ansehe, sei jedoch klar, dass die Unterstützung der kurzfristigen Liquidität nicht ausreiche, um das Überleben des Luftfahrtsektors zu sichern.

Während der Erholungsphase nach der Krise sollten daher auch sämtliche Erhöhungen der Gebühren für die Flugsicherung ausgesetzt werden, fordert der Verband. Zugleich sollten die auf europäischer Ebene anstehenden Maßnahmen für eine effizientere Luftraumnutzung engagiert fortgesetzt werden, auch wenn der Verkehr zunächst zurückgeht

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