airliners.de Logo

Eurocontrol meldet erneut weniger Flüge

Der Luftverkehr in der Eurocontrol-Zone reduziert sich weiter. Aufgrund der Zunahme an Covid-19-Infektionen in Europa warnt die Behörde, dass sich die Flugbewegungen noch weiter reduzieren könnten. Zudem gibt es nur wenige langfristige Buchungen.

Flugzeuge starten und landen am Flughafen Stuttgart. Durch eine lange Belichtungszeit für dieses Foto sieht es aus, als malen sie mit ihren Lichtern Streifen in den Himmel. © dpa / Robert Dyhringer

Im aktuellen Comprehensive Air Traffic Assessment vom 21. Oktober 2020 (PDF) hat Eurocontrol neue, nicht gerade positive Daten vorgelegt. Beim üblichen Vergleich von Dienstagen, nämlich dem 20. Oktober mit dem 6. Oktober, wurden 805 Flüge weniger registriert. Das entspricht einem Rückgang von sechs Prozent. Für einen Dienstag sind das im Vergleich zum Vorjahr sogar nur 39 Prozent des sonst üblichen Verkehrs.

Die Behörde macht allerdings darauf aufmerksam, dass die Dienstage alleine nicht das Maß der Dinge sind. Mit einem Minus von 56,6 Prozent im Sieben-Tage-Vergleich sind die Werte leicht besser. Sie befinden sich zudem im Vorhersage-Bereich von Eurocontrol. Gleichzeitig wird allerdings gewarnt, dass aufgrund der steigenden Pandemie-Fallzahlen sich die Situation deutlich verschlechtern könnte.

Flugbewegungen nach Länderpaaren am 20. Oktober 2020. Foto: © Eurocontrol

Problematisch ist, dass die Fluggesellschaften laut Eurocontrol mit geringen Buchungen zu kämpfen haben. Bis zum Ende des Jahres sind die Buchungszahlen geringer als sonst. Vor allem die Billigflieger reagierten darauf in den letzten zwei Wochen. Ryanair reduzierte die Flugbewegungen um 23 Prozent. Easyjet um 18 Prozent. Größere Ausschläge nach unten gab es auch bei British Airways mit minus 18 Prozent und der der Lufthansa mit minus neun Prozent. Eine der wenigen Airlines mit einem steigenden Flugaufkommen ist Air France mit einem Plus von drei Prozent.

© dpa, Lesen Sie auch: Eurocontrol sieht stagnierenden Flugverkehr bis Februar 2021

Großartige Verschiebungen verglichen mit dem Lagebericht vom 6. Oktober gibt es kaum. Erwähnenswert ist, dass der Verkehr von Europa nach Asien um 19 Prozent zugenommen hat. Nach Nordafrika gab es ein Plus um 12 Prozent beim Dienstags-Vergleich. Das Niveau des Interkontinentalverkehrs bleibt dennoch insgesamt niedrig.

Interessant ist außerdem, dass Flüge von Deutschland nach Italien wie auch Griechenland in der Top-Liste der Länderpaare Platz zwei und drei einnehmen. Beide Länder haben niedrige Covid-19-Fallzahlen, waren also ideale Urlaubsziele. Platz eins ist das Länderpaar Russland und Türkei. Sehr viel höher ist die Anzahl der Flüge als Inlandsverkehr. Vor allem Frankreich und das kleine, aber von der Luftfahrt stark abhängige Norwegen fallen mit rund 800 Flugbewegungen auf.

Von: as

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Fluggesellschaften Flugsicherung Corona-Virus Rahmenbedingungen Eurocontrol Behörden, Organisationen