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EU ringt um Zukunft des Luftfahrt-Emissionshandels

Der Beginn von Corsia würde eigentlich den Anfang vom Ende für den strengeren europäischen Luftfahrt-Emissionshandel bedeuten. Doch die Gegenwehr ist groß. Die EU-Kommission sucht eine Lösung, dabei wird sogar der Ausstieg Europas aus Corsia evaluiert.

Zwei Flugzeuge mit Kondensstreifen © AirTeamImages.com / Carlos Enamorado

Die Europäische Kommission prüft im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Start des globalen CO2-Kompensationsystems Corsia der UN-Luftfahrtbehörde ICAO Änderungen an der Einbeziehung des Luftverkehrs in das europäische Emissionshandelssystem EU-ETS. Dabei soll es auch um die Zuteilung kostenloser Kohlenstoffzertifikate (Allowances) an die Airlines der Mitgliedsländer gehen, wie die Kommission mitteilte.

Die Anwendung des EU-ETS auf die Luftfahrt ist derzeit auf Flüge innerhalb der EU beschränkt. Mit der Einführung von Corsia im kommenden Jahr müssten europäische Fluggesellschaften für diese Flüge also in zwei Systemen Kompensationen erkaufen. Gleichzeitig endet die Ausnahmeregelung jedoch 2023. Sollte bis dahin keine neue Vereinbarung vorliegen, müssten alle Flüge, auch jene die von außerhalb der Union Mitgliedstaaten ansteuern, über den EU-ETS kompensiert werden.

Von: dk

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