EU-Kommission beschließt ambitionierte Wasserstoffstrategie für Europa

Einen Monat nach dem Regierungsbeschluss für eine deutsche Wasserstoffstrategie verkündet die EU-Kommission ihre Pläne zur Integration der Technologie. Durch die Corona-Krise scheint die Gelegenheit günstig, die benötigten massiven Infrastruktur-Investitionen auf den Weg zu bringen.

Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission © Europäische Kommission

Frans Timmermanns, Vizepräsident der EU-Kommission hat in Brüssel die "Wasserstoffstrategie der Europäischen Union" vorgestellt. Sie sei Teil des 750 Milliarden Euro schweren Pakets "Next Generation EU", dass der europäischen Wirtschaft im Nachgang der Corona-Krise wieder auf die Beine helfen soll, und des "European Green Deal", mit dem Komissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitgehende Klimaneutralität in Europa bis 2050 erreichen will. Es handele sich um eine "Invetitionsagenda", die das Zeug habe, die wirtschaftliche Erholung Coronavirus-Krise anzukurbeln, so die Kommission. Wasserstoff könne Sektoren mit Energie versorgen, die nicht für die Elektrifizierung geeignet sind und zudem als Energiespeicher eingesetzt werden.

Vorrangiges Ziel der Investitionsbemühungen soll die Produktion und Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff sein, der hauptsächlich mithilfe von Wind- und Sonnenenergie erzeugt wird. Kurz- und mittelfristig sind nach Überzeugung Brüssels jedoch auch andere Formen CO2-armen Wasserstoffs erforderlich, um die Emissionen rasch zu senken und die Entwicklung eines tragfähigen Marktes zu unterstützen.

Von: dk

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