EU-Staaten wollen Corona-Anpassungen bei Corsia zustimmen

Das Corona-Jahr 2020 als Basis für die Berechnungen für Corsia gefährdet den internationalen Konsens zum Klimagas-Kompensationssystem. Die EU macht jetzt den Weg frei, die Berechnung zu verändern.

Oleg Butković, kroatischer Verkehrsminister. © EU

Die EU-Staaten sind bereit, 2020 als Baseline-Jahr für die Berechnung der Kompensationsverpflichtungen im internationalen CO2-Ausgleichssystems Corsia zu streichen. Das beschloss der Rat der Staats- und Regierungschefs. Damit hat der entsprechende Vorschlag des Airline-Verbandes Iata gute Chancen, auf der Icao-Versammlung Ende Juni angenommen zu werden.

Mit der Entscheidung trage man dem beispiellosen Rückgang des Flugverkehrs in der Corona-Krise Rechnung, teilte der Rat mit. Durch die Streichung von 2020 aus der Baseline soll der vom internationalen Airline-Verband Iata und Experten befürchtete Rückzug großer Schwellenländer wie Russland und Brasilien aus dem internationalen CO2-Kompensationssystem für die Luftfahrt verhindert werden, machte der Ratspräsident und kroatische Verkehrsminister Oleg Butković im Anschluss klar.

Von: dk

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Hintergrund Der Streit über die Berechnung der Baseline-Emissionen für Corsia soll im Juni auf UN-Ebene geklärt werden. Dabei prallen die Vorstellungen von Klimaschützern und Airline-Branche aufeinander, wann und in welchem Umfang Corsia überhaupt Wirkung entfalten soll.

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