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First Officer in einer Boeing 777 © AirTeamImages.com / Bailey
Flugpersonal demonstriert am 22.01.2013 auf dem Flughafen in Frankfurt am Main. © dpa / Fredrik von Erichsen

Die EU-weit geplante Harmonisierung von Flugdienst- und Ruhezeiten-Regelungen hat eine weitere Hürde genommen. Am Freitag stimmten die Delegierten der Mitgliedsländer im EASA-Komitee der EU-Kommission mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Entwurf der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die Niederlande und Österreich stimmten gegen den Vorschlag.

Nach Lesart der EASA sowie der europäischen Airlineverbände bringt die EU-weite Anpassung der sogenannten Flight- und Duty-Time-Regulations einen Sicherheits-Zugewinn. Die EU würde sich damit eine der striktesten Flugdienstzeitenregelung auferlegen, teilten die Association of European Airlines (AEA), die European Regions Airline Association (ERA) sowie die International Air Carrier Association (IACA) in einer gemeinsamen Presseaussendung mit.

Die neuen Regelungen seien das Ergebnis eines aufwändigen Abstimmungsprozesses innerhalb der EASA. Die Neuregelung sei unter Einbeziehung der nationalen Flugaufsichtsbehörden, der Fluggesellschaften sowie der Gewerkschaften erreicht worden. Das Europäische Parlament könne nun die Regelungen ohne weitere Evaluation beschließen.

Pilotenverbände sehen Sicherheit gefährdet

Das sehen Pilotenverbände anders. Als einen "Rückschlag für die Luftverkehrssicherheit in Europa" bezeichnet die Vereinigung Cockpit das Ergebnis der Abstimmung im EASA-Komitee. Die EASA-Vorschläge würden in zentralen Punkten den wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen, meint auch die Europäische Cockpitvereinigung (ECA).

Dabei hatte die EASA bei der Ausformulierung der neuen Regelungen die Wissenschaft durchaus bemüht (Möbus-Report). Als Ergebnis sollen bei der Planung der Dienstzeiten zukünftig unter anderem die Berücksichtigung individueller Belastungen stärker im Fokus stehen, da die notwendigen Ruhepausen sehr individuell sind und sich vor allem auch aus dem ganz speziellen Dienstplan eines Mitarbeiters ableiten.

Wie genau die Berücksichtigung geschieht ist Teil des Streits. So sehen die Piloten selbst die von der EASA geplante Einführung eines verbindlichen "Fatigue Risk Management Systems" bei der Planung der individuellen Dienstpläne kritisch. Der Ansatz sei zwar nicht grundsätzlich falsch, sagte VC-Pressesprecher Jörg Handwerg in einem Interview mit airliners.de: "Wir haben nur Befürchtungen, dass Airlines dieses System in erster Linie für ihre eigenen Zwecke nutzen werden."

Diese Unterstellung wiederum lassen die Airlines nicht auf sich sitzen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) unterstützt die geplante Neuregelung der Flug- und Ruhezeiten. Für Piloten und Flugbegleiter in Europa würden in Zukunft noch begrenztere Flugdienstzeiten und noch ausgedehntere Ruhezeiten gelten. Es sei eine Verunsicherung der Passagiere, "wenn gewerkschaftliche Wünsche in der Öffentlichkeit als neutrale Sicherheitsstandards propagiert werden". Weil es um Sicherheit geht, sei es wichtig, dass eine unabhängige Stelle die Standards setzt und nicht gewerkschaftliche oder wirtschaftliche Interessenvertreter.

Im September will das EU-Parlament die neue Regelung verabschieden. Noch wollen sich die Piloten allerdings nicht geschlagen geben. Die Vereinigung Cockpit teilte mit, man werde nun zusammen mit den europäischen Pilotenverbänden das weitere Vorgehen beraten. Rechtliche Schritte auf europäischer Ebene würden dabei nicht ausgeschlossen.

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