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EU-Behörden halten Reisebeschränkungen für weitgehend sinnlos

Die EU-Seuchenschutzbehörde kommt zu dem Schluss, dass von Flugpassagieren keine zusätzliche Gefahr für das europaweite Corona-Infektionsgeschehen ausgeht. Quarantäne-Regelungen sind den wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge überflüssig. Branchenverbände stellen jetzt die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.

Ein Plakat weist auf die obligatorische Quarantäne bei der Einreise aus bestimmten Ländern hin, bei der Ankunft am Flughafen Zürich. © KEYSTONE/dpa / Ennio Leanza

Die EU-Seuchenschutzbehörde ECDC und die Luftfahrtaufsicht Easa haben einen Zusatz zum "Aviation Health Protocol", dem Maßnahmenkatalog für einen sicheren Luftverkehr in der Corona-Krise, veröffentlicht. Darin kommen sie zu dem Schluss, dass in Europa die Verhängung von Quarantäne-Bestimmungen sowie weitere Reisebeschränkungen derzeit nicht mehr empfehlenswert sind, da sie schlicht weitgehend wirkungslos sind.

"In der gegenwärtigen epidemologischen Situation, in der Sars-CoV-2 europaweit etabliert ist, machen durch Einreisen importierte Fälle nur einen sehr kleinen Teil der gesamten Infektionen aus. Es ist unwahrscheinlich, dass sie einen relevanten Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben", heißt es in dem "Technical Report", der sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse beruft.

Von: dk

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