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EU will bis zu 22 Millionen Antigen-Schnelltests finanzieren

Die Europäische Union kündigt den Kauf von Antigen-Schnelltests an. Kommissionschefin Ursula von der Leyen nennt expliziert Reisen als Einsatzort. Die Luftfahrtbranche verspricht sich viel von den Test mit kurzer Wartezeit.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission. © dpa / Etienne Ansotte

Im Kampf gegen das Coronavirus stellt die EU-Kommission 100 Millionen Euro für Antigen-Schnelltests bereit. "Mit diesem Geld können wir jetzt zwischen 15 und 22 Millionen Schnelltests für die Europäische Union kaufen", sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in einer Videobotschaft auf Twitter. Damit soll der unmittelbare Bedarf gedeckt werden.

"Um die Ansteckungen zu verlangsamen, müssen wir testen, so viel wie irgend möglich", sagte von der Leyen. Antigen-Schnelltests seien unter anderem wichtig, um unter besseren Bedingungen zu reisen, sagte die CDU-Politikerin. So könnten Menschen sich etwa am Flughafen testen lassen, bevor sie ins Flugzeug steigen.

Lufthansa hofft auf Tests

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hofft auf eine Wiederbelebung des interkontinentalen Flugverkehrs durch die inzwischen marktreifen Corona-Schnelltestverfahren. Durch "verbindliche negative Tests bei Abflug oder Rückkehr" könnten die Fernflugverbindungen etwa in Richtung USA und Asien bald wieder aufgenommen werden, sagte er dem "Tagesspiegel" vom Freitag. Sein Unternehmen würde daher "gern so bald wie möglich mit den ersten Pilotstrecken starten".

Die Antigen-Schnelltests kämen "jetzt in großen Stückzahlen auf den Markt", ergänzte Spohr. Die Behörden in Europa und den USA könnten etwa erlauben, damit negativ getestete Reisende ins Land zu lassen. Bei Antigen-Tests werden in Abstrichproben charakteristische Viren-Proteine erkannt. Die Methode gilt zwar als weniger zuverlässig als viele der bislang üblichen PCR-Tests auf Viren-Erbgut, dafür aber oft als schneller und günstiger. Die Auswertung dauert nur wenige Minuten.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: Lufthansa will Langstrecke mit Corona-Schnelltests pushen

Der internationale Flugverkehr liegt durch die Folgen der Corona-Krise und der damit einhergehenden Reisebeschränkungen am Boden. Die Branche befindet sich großen wirtschaftlicher Not.

Von: afp, br

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