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Etihad will 1,2 Milliarden Euro in Alitalia investieren

Etihad plant bei der Übernahme von Alitalia mit einem Milliardenbudget. Jetzt hat die angeschlagene italienische Airline ihre Gewerkschaften auf den Einstieg der Araber vorbereitet. Es sollen tausende Jobs wegfallen.

Flugzeuge der Alitalia auf dem Flughafen Mailand-Malpensa. © AirTeamImages.com / Martin Boschhuizen

Die angeschlagene italienische Alitalia bereitet die Gewerkschaften auf den Einstieg der arabischen Etihad Airways vor, durch den 2250 Jobs wegfallen sollen. Die Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten will nach bisherigen Informationen 560 Millionen Euro Kapital in die italienische Gesellschaft geben. Eine Einigung über den seit längerem diskutierten Großeinstieg von Etihad liegt allerdings weiter nicht vor. Am Donnerstag hat sich das Alitalia-Management mit Gewerkschaftsvertretern in Rom getroffen.

Bis 2018 plane Etihad weitere 690 Millionen Euro an Investitionen, hatte der römische Verkehrsminister Maurizio Lupi am Mittwochabend erklärt. Alitalia äußerte sich zunächst nicht zu diesen Angaben, wonach die Araber also insgesamt 1,25 Milliarden Euro investieren wollten, damit Alitalia 2017 wieder in die Gewinnzone fliegen könnte.

"Eine große Chance für Italien"

Nach den ersten Gesprächen mit den Gewerkschaften sagte Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio, der Stellenabbau sei eine notwendige Bedingung, um Alitalia wettbewerbsfähig und schlagkräftig zu machen: "Alle haben ein Interesse daran, eine Lösung zu finden." Die Unterredungen über den Überlebensplan für Alitalia werden nächsten Montag fortgesetzt.

Die arabische Fluglinie Etihad hatte angekündigt, in die kriselnde Airline investieren zu wollen. In einem Brief hatte sie die genauen Konditionen mitgeteilt mit dem Abbau eines Teils der etwa 13 000 Arbeitsplätze bei Alitalia als Bedingung für den Einstieg. Demzufolge würden die Araber knapp unter 50 Prozent der Anteile übernehmen.

Alitalia fliegt seit vielen Jahren Verluste ein und soll mit einem internationalen Partner gerettet werden. Lupi sprach von einer großen Chance für Italien.

Von: dpa, airliners.de

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