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Etihad Regional ändert Strategie

Etihad überarbeitet offenbar ihre europäische Regionalstrategie. Eine Reihe von Verbindungen der Etihad Regional in die Schweiz sollen eingestellt werden. Die Schweiz bleibt aber ein wichtiger Markt, betont die Airline.

Saab 2000 der Etihad Regional operated by Darwin Airline © Etihad Airways

Die Fluggesellschaft Etihad Regional ändert offenbar ihr Geschäftsmodell. Künftig will sie sich als Anbieter von Vertragsdienstleistungen für andere Fluggesellschaften in Europa etablieren, heißt es in einer Mitteilung des Flughafens Linz. Dieser ist vom Strategieschwenk der Airline selbst betroffen.

So wird laut Mitteilung die Strecke Zürich-Linz eingestellt. Seit Juni vergangenen Jahres hatte Etihad Regional einmal täglich die Verbindung bedient. Betroffen von der Restrukturierung seien auch die Verbindungen von Genf nach Toulouse sowie nach Nizza und die Strecke Zürich-Lugano.

"Die Entscheidung von Etihad Regional, ihr Geschäftsmodell zu ändern und das Streckennetz anzupassen, kam vollkommen überraschend und hat nichts mit dem Markt Oberösterreich zu tun", so Gerhard Kunesch, Geschäftsführer des Linzer Flughafens. Obwohl die Strecke nicht perfekt auf den Geschäftsreiseverkehr abgestimmt gewesen war, habe sie sich doch von Anfang an recht gut entwickelt. Etihad Regional habe die schwierige Konkurrenzsituation auf dem Schweizer Markt als Grund angeführt, das Geschäftsmodell komplett umzustellen. Medienberichten zufolge hat vor allem die Lufthansa-Tochter Swiss den Etihad-Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Etihad Airways widersprach unterdessen Meldungen, wonach die Partnerschaft mit der Schweizer Fluggesellschaft Darwin Airline - die die Flüge unter dem Namen Etihad Regional durchführt - in Gefahr sei. Etihad-Chef James Hogan erklärte, Etihad Airways will weiterhin 33,3 Prozent der Anteile an Darwin Airline erwerben und arbeite nach wie vor mit den schweizerischen Aufsichtsbehörden zusammen, um diese Minderheitsbeteiligung zu erreichen. Das Markenabkommen zwischen Etihad Regional und Darwin Airline solle weitergeführt würde. Die Schweiz bleibe ein wichtiger europäischer Markt für Etihad.

© Etihad Airways, Lesen Sie auch: Etihad bessert bei Verträgen mit Darwin Airline nach

Der Flughafen Linz verhandelt nun mit anderen Fluggesellschaften über eine Fortführung der Verbindung Richtung Zürich. Ein potenzieller Kandidat ist die österreichische Airline Intersky. Deren Geschäftsführerin Renate Moser bestätigte gegenüber dem österreichischen Branchenportal austrianaviation.net, dass man darüber nachdenke, "etwas in Linz zu machen".

Erst kürzlich hatte Etihad-Chef Hogan die neue Strategie für Alitalia vorgestellt. Das neue Konzept sieht unter anderem vor, die Flugpläne im gesamten Streckennetz von Alitalia zu optimieren. Letztere plant, unter anderem mit Etihad Regional umfassender zusammenzuarbeiten.

Von: airliners.de

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