Wirtschaft & Finanzen Etihad-Verluste, Alitalia-Zerschlagung, Ölpreis-Sinkflug

Das wöchentliche airliners.de-Wirtschafts-Briefing. Dieses Mal unter anderem mit den Finanzzahlen von Etihad, den Wochen der Entscheidung bei Alitalia und den Folgen der Corona-Krise.

Boeing 777 von Etihad. © AirTeamImages.com / Alvin Man

Jour fixe auf airliners.de: Immer dienstags präsentieren wir die wichtigsten Meldungen der Woche aus den Bereichen Luftverkehrswirtschaft und Finanzen. Alle aktuellen Themen-Briefings finden Sie immer auf unserer Übersichtsseite.

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Wirtschaft

Die Bieterfrist für den angeschlagenen italienischen Staatscarrier Alitalia endet am 18. März. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters" unter Berufung auf staatliche Quellen. Kaufinteressenten müssen nun nicht mehr für die gesamte Fluggesellschaft bieten sondern auch für einzelne Geschäftsfelder.

Nur wenige Wochen nachdem Tuifly angekündigt hat, im kommenden Winter von Düsseldorf aus touristische Langstreckenziele in der Karibik und Mexiko anzufliegen, zieht Condor nach. Eine Beoing 767 wird in direkter Konkurrenz zum neuen Wettbewerber fliegen. Weiterlesen

© AirTeamImages.com, Dave Sturges Lesen Sie auch: Britischer Regionalcarrier Flybe stellt Flugbetrieb ein

Etihad Airways hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 870 Millionen Dollar eingeflogen. Im Vorjahr waren es noch knapp 1.3 Milliarden Dollar gewesen, schreibt "About Travel". Die angeschlagene Airline hatte ihr Netz deutlich reduziert, um die Rentabilität zu verbessern.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat sich laut "Reuters" für die Übernahme von Embraers Verkehrsflugzeugsparte durch Boeing ausgesprochen. Derzeit wird der Deal von der Wettbewerbsbehörde der EU geprüft. Lufthansa hatte auch die Übernahme der C-Series von Bombardier durch Airbus unterstützt, so Spohr.

© Fraport, Lesen Sie auch: "Staatlicher Eingriff" trotz Klimakrise - Lufthansa kritisiert Condor-Übernahme

Der hochverschuldete chinesische HNA-Konzern steht jetzt unter staatlicher Verwaltung. Das bringt eine ungewisse Zukunft für den deutschen Flughafen Hahn. Dort hält der Mischkonzern die Mehrheitsbeteiligung. Weiterlesen

Wirtschaft in der Coronakrise

Die Preise für Rohöl aus der Nordsee und für Öl aus den USA sind um rund 30 Prozent gefallen, berichten die "Süddeutsche Zeitung" und die "Neue Zürcher Zeitung". Hintergrund sind neben dem Coronavirus die gescheiterten Verhandlungen der Opec mit dessen zehn Kooperationspartnern, zu denen auch Russland gehört.

Die Coronavirus-Krise trifft die Lufthansa Group. Konzernweit bleibt die die Kapazität von rund 150 Flugzeugen in den kommenden Wochen am Boden. Auch mit starken Auswirkungen für das Personal. Weiterlesen

Flybe gilt als erste Opfer der Coronakrise. Auch viele andere Fluggesellschaften sind für die Folgen des Virus schlecht gerüstet. Andere könnten dagegen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dazu könnte auch Lufthansa gehören, schreibt das "Handelsblatt".

Angesichts zahlreicher Flugabsagen wegen der Covid-19-Krise stellt die die Slot-Regelungen für Fluggesellschaften infrage. Sie könnten wegen "höherer Gewalt" vorübergehend abgeschwächt werden. Weiterlesen

Die Luftfahrtbranche weltweit steht vor größeren Problemen als die Corona-Krise, kommentiert Jens Flottau in der "Süddeutschen Zeitung". Hinzu kämen Handelsstreitigkeiten, das Flugverbot für die Boeing 737 Max und die Schwierigkeiten in der Airbus-Produktion.

Die großen deutschen Luftverkehrsverbände wie der ADV warnen vor schweren wirtschaftlichen Folgen durch die Coronakrise. Der BDL sieht größere Auswirkungen als bei der Finanz- und Wirtschaftskrise. Auch der DRV pocht auf rasche Hilfe. Weiterlesen

In der Coronavirus-Krise werden Rufe nach staatlicher Hilfe für die Konjunktur lauter. Die sieben großen Industriestaaten (G7) bekundeten am Dienstag ihren Willen, mögliche wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Weiterlesen

Für den Vorsitzenden der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt Klaus-Peter Willsch (CDU) ist die geplante Erhöhung der Luftverkehrsteuer angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr vertretbar. Die zusätzliche Belastung würde personelle Maßnahmen bei den Airlines weiter verschärfen. Weiterlesen

Der Coronavirus lässt die Umsätze der Airlines weltweit einbrechen. Die Iata geht davon aus, dass Fluggesellschaften in diesem Jahr über hundert Milliarden Euro an Umsatz verlieren werden - ähnlich wie in der Finanzkrise 2008. Weiterlesen

Nach dem Ausfall der ITB droht in Berlin momentan keine weitere Absage einer Leitmesse wegen des Coronavirus. Nach aktuellem Kenntnisstand werde die ILA Berlin im Mai am Standort Schönefeld stattfinden, heißt es. Weiterlesen

IAG will trotz der aktuellen niedrigen Reise-Nachfrage aufgrund des Coronavirus an allen Flugzeugbestellungen festhalten, sagte Konzernchef Willie Walsh laut Nachrichtenagentur "Reuters". IAG hatte im vergangenen Jahr unter anderem Boeings 737 Max bestellt.

Airbus hat im Februar eine Auftragsflaute verbucht. Nach einem starken Januar kamen im Folgemonat keine Bestellungen herein, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Im ersten Monat des Jahres waren 274 Jets bestellt worden.

Airbus erwägt offenbar Kürzungen der Produktion der A330 Neo. Eine Tochter von Air Asia hatte angekündigt, die Lieferungen seiner neuen A330-Neo-Maschinen verzögern zu wollen. Dies führe zu den Überlegungen bei Airbus, berichtete die Nachrichtenagentur "Bloomberg".

Airbus hat die letzte produzierte A330-300 ausgeliefert. Das Flugzeug ging an Aer Lingus. Das berichtet "CH-Aviation". Insgesamt wurden seit 1992 rund 770 Flugzeuge des Typs gebaut. Die Produktion des A330-200 wurde bereits im Oktober 2019 eingestellt.

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Von: airliners.de

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