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Boeing 757 der Ethiopian Airlines. © AirTeamImages.com / Simon Willson
Erster Besuch der Ethiopian Airlines mit Boeing 787 am 6.9.2012 am Flughafen Frankfurt © / Lars Kitschke

Ethiopian Airlines will ab dem 1. Dezember neu von Addis Abeba nach München fliegen. Die Fluggesellschaft plant München als Zwischenstopp auf der Linie nach Stockholm. Die eingesetzte Boeing 757 auf dem Flug ET714/15 machte bislang auf dem Weg nach Stockholm einen technische Stopp in Kairo. Dieser entfällt nun auf der Route und wird in beiden Richtungen durch eine Zwischenlandung in München ersetzt.

Ethiopian Airlines wollte sich noch nicht offiziell äußern, da eine entsprechende Anfrage noch zur Prüfung bei den Behörden liege. Der Flughafen München bestätigte die Pläne der ostafrikanischen StarAlliance-Airline für eine tägliche Verbindung gegenüber airliners.de.

Damit wird München die zweite Deutschland-Destination der aufstrebenden Fluggesellschaft aus Äthiopien. Ethiopian fliegt derzeit täglich zwischen ihrem Heimatdrehkreuz in Addis Abeba und Frankfurt. Frankfurt war nach Washington D.C. die zweite Destination im internationalen Streckennetz der Fluggesellschaft, die von einer Boeing 787 im Liniendienst angeflogen wurde.

UPDATE: Die Routenpläne via München wurden wenige Tage später zu den Akten gelegt.

Boeing 787 kommt erst später wieder nach Frankfurt

Nach dem Dreamliner-Grounding und der anschließenden Umrüstung auf modifizierte Batterien wollte Ethiopian die 787 eigentlich ab Ende Juli wieder täglich nach Frankfurt kommen lassen. Der Brand in einem Ethiopian-Dreamliner am Flughafen London bringt nun aber eine Verschiebung auf Anfang September. Solange fliegt weiterhin eine Boeing 767-300.

Die Terminverschiebung für den Einsatz der 787 auf der Frankfurt-Addis Strecke resultiere aus der Tatsache, dass derzeit eine Boeing 787 weniger im Einsatz ist, was eine Änderung der Flugdisposition zur Folge habe, bestätigte Ethiopian die Verschiebung auf Anfrage. Alle weiteren drei Flugzeuge des Typen 787 seien jedoch weiterhin normal im Einsatz.

Der Brand in einem unbesetzten Boeing-Dreamliner der Ethiopian Airlines ist vermutlich von einem defekten Notfallsender ausgelöst worden. Das gab die britische Flugunfall-Untersuchungsbehörde AAIB am Donnerstag in London bekannt. Ethiopian Airlines hatte im Sommer 2012 als erste afrikanische Fluggesellschaft die erste von insgesamt zehn bestellten Boeing 787 erhalten. Mittlerweile sind vier Maschinen ausgeliefert.