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Ethiopian Airlines wieder mit Boeing 787 nach Frankfurt

Als weltweit erste Fluggesellschaft nutzt Ethiopian Airlines die Boeing 787 wieder im Linieneinsatz. Nach gut dreieinhalb Monaten Zwangspause flog ein umgerüsteter "Dreamliner" zunächst nach Nairobi. Auch Frankfurt soll jetzt wieder mit 787 bedient werden.

Boeing 787 der Ethiopian © AirTeamImages.com / Kavin Kowsari

Nach einer dreimonatigen Sperre wegen Problemen mit dem Batteriesystem hat erstmals wieder ein Dreamliner des US-Flugzeugbauers Boeing einen kommerziellen Flug absolviert. Die Maschine der Ethiopian Airlines flog am Samstag von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba in die kenianische Hauptstadt Nairobi. Mit an Bord: Ethiopian-Chef Tewolde Gebremariam und Boeing-Marketingchef Randy Tinseth. "Wir sind begeistert, den Flugverkehr mit den Dreamlinern wieder aufzunehmen", sagte Gebremariam der Mitteilung zufolge.

Zuvor seien neue Batteriekonstruktionen eingebaut und Testflüge durchgeführt worden. Die Lithium-Ionen-Batterien mussten dafür ausgetauscht und mit angepassten Ladegeräten versehen werden, zudem mussten Kühlsysteme eingebaut werden. Ethiopian Airlines besitzt vier der bislang ausgelieferten 50 Boeing 787 "Dreamliner". Die anderen Maschinen sollen bald nachgerüstet sein. Auch Frankfurt soll ab sofort wieder mit Boeing 787 angesteuert werden, teilte Ethiopian am Montagnachmittag mit.

Auch die japanische Fluglinie All Nippon Airways (ANA) unternahm am Sonntag einen gut zweistündigen Testflug. Mit an Bord der Boeing 787 waren ANA-Vorstandschef Shinichiro Ito und Ray Conner, der bei Boeing die Sparte für zivile Luftfahrt verantwortet. Beide äußerten sich zunächst jedoch nicht zum Ergebnis des Tests. ANA hat derzeit weltweit die größte Dreamliner-Flotte. Die vorgeschriebenen Umbauten sollen schnellstmöglich durchgeführt werden, um die 787 ab Mai wieder einsetzen zu können.

Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA hatte Mitte Januar nach einer Pannenserie ein Flugverbot für die Dreamliner verhängt, weil eingebaute Lithium-Ionen-Batterien überhitzen können. In der vergangenen Woche akzeptierte die FAA nach einer Reihe von Testflügen den Plan für ein modifiziertes Batteriesystem bei der Boeing 787.

Die endgültige FAA-Richtlinie war am Freitag im US-Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Nach und nach geben die Flugaufseher rund um den Globus grünes Licht für den nachgerüsteten "Dreamliner".

Besonders wichtig war aber das Okay aus Japan am Freitag. Denn die beiden Gesellschaften All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines (JAL) besitzen gut die Hälfte aller bislang ausgelieferten 787. Die europäische Flugaufsicht EASA hatte am Dienstag das neue Batteriedesign abgesegnet. Einziger Betreiber ist LOT Polish Airline. Die von Air Berlin bestellten Boeing 787 treffen erst 2015 ein.

Von: AFP, dpa, airliners.de

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