Flughafen Hahn hofft in der Krise auf anziehendes Frachtgeschäft

Der Wegfall sämtlicher Ryanair-Flüge trifft den Flughafen Hahn hart, zuletzt hoffte man zum Standort für Erntehelfer-Sonderflüge zu werden, doch daraus wird nichts. Andere kleinere Plätze in vergleichbarer Lage schließen vorübergehend, doch am Hunsrück-Airport gibt es ja noch das Cargo-Standbein.

Maschinen am Flughafen Hahn © dpa / Thomas Frey

Der Platzhirsch im Passagiergeschäft am Flughafen Hahn, Europas größte Billig-Airline Ryanair, hat wegen der Corona-Pandemie alle Flüge für mindestens zwei Monate gestoppt. Nun starten im Hunsrück laut Goetzmann nur noch wenige Passagiermaschinen. Allerdings ziehe das Frachtgeschäft an, weil weltweit so viele Passagierflüge mit Frachtbeiladungen gestrichen würden.

2017 hatte der chinesische Großkonzern HNA 82,5 Prozent des defizitären Flughafens Hahn für rund 15 Millionen Euro vom Land Rheinland-Pfalz gekauft. 17,5 Prozent hält noch Hessen. Nach den Vorgaben der EU-Kommission muss der abgelegene Airport bis 2024 schwarze Zahlen schreiben.

Gespräche mit Airlines über Flüge für Saisonarbeiter müssen abgebrochen werden

Aktuell hat sich der Hunsrück-Flughafen vom neuen Einreiseverbot für Erntehelfer schwer enttäuscht gezeigt. "Wir bemühen uns generell um jeden einzelnen Flug", sagte Christoph Goetzmann, Mitglied der Geschäftsführung.

Mit Fluggesellschaften habe es zuvor Gespräche über insgesamt Dutzende mögliche Flüge mit Erntearbeitern aus dem Ausland zum Hahn gegeben. Der Bedarf hiesiger Bauern sei groß. Doch vom späten Mittwochnachmittag an sollte laut Bundesinnenministerium Saisonarbeitern vieler Staaten die Einreise nach Deutschland verweigert werden, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu bremsen.

Von: dk, dpa

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